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Parkhausarchitektur

In Zürich bilden die Details das Besondere, nicht die Gebäudeopulenz

Als grösste und bevölkerungsdichteste Stadt der Schweiz gilt es viele Herausforderungen zu... mehr
Als grösste und bevölkerungsdichteste Stadt der Schweiz gilt es viele Herausforderungen zu meistern. Jedes Jahr kommen rund neun Millionen Tagestouristen sowie zwei Millionen Übernachtungsgäste nach Zürich. Zuzüglich der Pendler und Einwohner quälen sich auf 689 km Strasse ca. 550.000 Autos durch den Stadtkessel. Regelmässige Verkehrsüberlastungen sind die Folge. Die Lösung der stetigen Zunahme der Mobilität und der Verkehrsdichte ist Aufgabe des „Zürcher Modells“, welches die Grundlage für das Verkehrsmanagement bildet. Das ist eine grosse Aufgabe, denn der für die Verkehrsinfrastruktur zur Verfügung stehende Platz ist begrenzt. Diese Problematik wird noch durch zu geringe Parkkapazitäten verschärft. Es gibt unzureichende freie Stellflächen und in der Regel sind die Parkgebäude relativ klein. Das kleinste hat gerade einmal Platz für sieben Stellplätze. Dafür ist es aber eine Perle, denn Dienstleistungen wie Radservice, Autoreinigung oder Reparaturen werden hier angeboten. Das ist zwar schön, doch könnte die Stadt durchaus grössere Parkdimensionen vertragen. Abgesehen vom Parkhaus am Hauptbahnhof, punktet Zürich jedoch nicht mit opulenter Gebäudearchitektur, sondern vielmehr mit feinen Details in Ausstattung, innenarchitektonischer Raffinesse und durchdachter Adaption der Umgebung. So gesehen im Parkhaus Hohe Promenade. Hier geben Schauspielhaus, Opernhaus, Kunsthaus und Tonhalle sowie der Zoo den Ton an. Die vier Etagen bilden mit ihren szenischen Darstellungen eine Referenz an die Nachbarschaft und die Tramlinie zum Zoo. Auch die Tiefgarage Opéra, europäischer ADAC-Testsieger aus dem Jahr 2013, ist architektonisch anspruchsvoll gestaltetet und in seinen Details bemerkenswert. Eines davon ist im Ausgang „See“ zu sehen. Dort präsentiert sich das archäologische Fenster mit interessanten Fundstücken, die beim Bau des Parkhauses geborgen wurden. Mit originellem Farb- und Lichtkonzept wartet das Parkhaus Dorflinde auf. Die Gussasphaltböden im Kurzparkbereich sind schwarz, die Stahlträger leuchtend grün und die Wände in einem satten Orange. Skulptural zeigt das Parkhaus Urania mit seiner roten Bandenführung den einzigen Hinweis seiner Existenz, denn das Gebäude wurde in den Hügel des Lindenhofs und damit in eine der archäologisch sowie historisch bedeutendsten Fundstellen der Stadt eingebaut. Als eines der modernsten Parkhäuser Europas gilt das City Parkhaus direkt im Zentrum. Es ist als einziges Parkhaus in Zürich mit dem internationalen ESPA Gold Award für einen ausserordentlich hohen Qualitätsstandard ausgezeichnet. Es bietet vier hell beleuchtete Untergeschosse sowie Glaslifte und -treppen, die Tageslicht bis weit in den Untergrund führen. Jeder Parkplatz wird einzeln überwacht, was die Sicherheit erhöht und ein effizientes Leitsystem ermöglicht.
Zahlen & fakten - PKW: 136.399 (Stand 12.2016) - Einwohner (Stadt): 401.144 (Stand... mehr

Zahlen & fakten

- PKW: 136.399 (Stand 12.2016)
- Einwohner (Stadt):
401.144 (Stand 12.2016)
- TG-/Parkhäuser mit und ohne Anbindung an das Parkleitsystem:
37, davon 17 in der Innenstadt mit 4.505 Stellplätzen
- Freie Stellplätze:
ca. 10.000 (kostenpflichtig)
- Anwohnerparkzonen = Blaue Zone: ca. 32.000 Parkplätze (seit 1989 eingeführt)
- Parkleitsystem seit 2001
- Parkraummanagement:
Das „Zürcher Modell“ basiert auf dem sogenannten Blaubuch „Zur Verkehrspolitik der Stadt Zürich“, welches 1987 beschlossen wurde