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Offenbare Konstruktion

Der Rohbau aus Holz und Beton ist zugleich der Fertigbau

Bei der Erstellung des Doppelhauses auf dem Grund eines vormaligen Einfamilienhauses im... mehr

Bei der Erstellung des Doppelhauses auf dem Grund eines vormaligen Einfamilienhauses im vorstädtischen Gebiet Zürichs wurde der klassische Materialeinsatz bei der Konstruktion einmal umgekehrt: Tonnenschwere Betondecken werden hier von schlanken Holzwänden getragen.

Sämtliche eingesetzte Materialien sind sichtbar, was beim Einsatz von Sichtbetondecken auf naturbelassenen Grossformatplatten in Weisstanne eine grosse Herausforderung darstellte. Der Rohbau aus Holz und Beton ist zugleich der Fertigbau. So ist die gewählte Konstruktion auch nach ihrer Fertigstellung anschaulich. Beton und Holz wechseln sich ab, gezielte Farbakzente akzentuieren die Lesbarkeit des Entwurfs. Innen sorgen die Holzwände für eine wohnlich warme Qualität und aussen bereichern sie das Quartier mit einem natürlichen Erscheinungsbild.

Das Haus beherbergt zwei übereinanderliegende Wohnungen, deren Strukturierung in der Vertikalen durch Halbgeschosse erfolgt. Beide Wohnungen besitzen je ihren eigenen Aussenraum. Die unten liegende Wohnung hat Zugang zum Garten und die Attikawohnung ein Atrium und eine grosse Dachterrasse. Die Gartenwohnung besetzt im Garten- und Erdgeschoss die Geschossfläche zu zwei Dritteln. Der übrige Raum birgt das Treppenhaus für die Dachwohnung, welches mit überdimensionierten Podestflächen versehen ist. Diese sind auf den Halbgeschossen zu Zimmern ausgeweitet. Im Obergeschoss beansprucht die Dachwohnung die gesamte Geschossfläche und rahmt das zentrale Atrium mit dem Aufgang zur Dachterrasse ein. Alle wohnungstrennenden Bauteile, wie Decken und die Mittelwand, sind aus Beton gefertigt. Die Holzelemente übernehmen nicht nur die Lastabtragung der massiven Betondecken, sondern gewähren zudem auch die Übernahme der Horizontalkräfte des Gebäudes und steifen es aus.

Bei der Holzfassade wurde die versetzte Anordnung der Geschosse optisch auf fünf ringförmig angeordnete Schichten verteilt, welche auch die versetzt angeordneten Fensteröffnungen organisieren. Eine leichte Schrägstellung der Fassadenelemente gewährt eine regelmässige Abtrocknung der Holzfassade und verstärkt zugleich die Lesbarkeit der Schichtung. Es entsteht ein einheitliches und beruhigtes Fassadenbild, bei dem der innere mit dem äusseren Fassadenaufbau korreliert.

www.rossetti-wyss.ch

Architekten: Rossetti+Wyss Architekten www.rossetti-wyss.ch Bauingenieur: Haag + Partner... mehr

Architekten:

Rossetti+Wyss Architekten
www.rossetti-wyss.ch

Bauingenieur:

Haag + Partner Bauingenieure
www.haag-partner.ch

Elektroplaner:

Zürcher Elektroplanungen
www.zuercher-elektroplanungen.ch

Sanitärplaner:

Bünder Hydroplan
www.buenderplanung.ch

Bauphysiker:

BWS Bauphysik
www.bws-bauphysik.ch

Zimmermann:

Blumer-Lehmann AG
www.blumer-lehmann.ch

Fotos:

Jürg Zimmermann
www.zimmermannfotografie.ch