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Ökologisch wegweisend

Sportzentrum und Freizeitanlage Heuried nach zwei Jahren Umbau wieder eröffnet

Die älteste Sport- und Freizeitanlage der Stadt Zürich erstrahlt in neuem Glanz. Die... mehr

Die älteste Sport- und Freizeitanlage der Stadt Zürich erstrahlt in neuem Glanz. Die Instandsetzung der Freibadanlage und der Neubau der Eissporthalle hat zwei Jahre gedauert. Die Kombination von Eissport- und Freibadbetrieb wurde neu interpretiert. Aus dem 2012 durchgeführten Architekturwettbewerb gingen EM2N Architekten und Balliana Schubert Landschaftsarchitekten als Sieger hervor und wurden mit der Bearbeitung der Bauaufgabe beauftragt.

Mit dem Neubau wurde eine technisch und architektonisch überzeugende Sport- und Freizeitinfrastruktur geschaffen. Die Eissportvereine können neu saisonunabhängig in der Eishalle trainieren und profitieren von zusätzlicher Infrastruktur (Kraft-, Gymnastik- und Theorieraum) im gleichen Gebäude. Für die Zürcherinnen und Zürcher steht in der Wintersaison weiterhin ein Eisfeld im Freien zur Verfügung. Ab der Badesaison 2018 können sich die Besucherinnen und Besucher in der instandgesetzten Freibadanlage über ein neues Wasserspielbecken und grosszügigere Liegeflächen freuen. In der zweigeschossigen Treppenhalle des Neubaus findet das Kunst-und-Bau-Werk „Stairway to Heaven“ Platz. Das Künstlerduo Wiedemann/Mettler verwandelte die Dachhaube der Treppenhalle in ein riesiges Kaleidoskop. Das grosse Oberlicht besteht aus mundgeblasenem Antikglas, hergestellt in einer mittelalterlichen Fertigungsmethode. Es setzt sich zusammen aus blauen, goldbraunen, magentafarbenen und transparenten Glaselementen, die zu Quadern gesetzt sind. Diese wiederum sind zu Treppenstufen angeordnet und führen in einer Art Kippoptik hinauf oder hinab. Spiegelflächen aus Chromstahl reflektieren das farbige Licht, das durch den Raum wandert und sich diesen zur Bühne nimmt: Ein sich fortwährend veränderndes Farblichtspiel wird aufgeführt – choreografiert durch Sonne und Wolken, Tag und Nacht.

Das Sportzentrum ist ökologisch wegweisend und erreicht den Minergie-Standard für Eissporthallen. Im Sinne der 2.000-Watt-Gesellschaft nutzt es seine Ressourcen effizient: Mit der Abwärme der umweltschonenden CO2-Kältemaschinen für die Eisgewinnung werden gleichzeitig das Sportzentrum und das Gemeinschaftszentrum geheizt sowie die Warmwasseraufbereitung betrieben. Weltweit sind hier erstmalig Einkreis-Kälteerzeugungsanlagen mit direkt verdampfendem CO2 für die Eisproduktion mit hoher Abwärmenutzung eingesetzt worden. Ausserdem wird rund ein Viertel des Stromverbrauchs der gesamten Anlage durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Eishalle abgedeckt. Das in der Anlage verbaute Holz stammt zu grössten Teilen aus hiesigen Wäldern und wurde auch in der Schweiz verarbeitet.

www.em2n.ch

Architekten: EM2N Architekten www.em2n.ch Landschaftsarchitektur: Balliana Schubert... mehr

Architekten:

EM2N Architekten
www.em2n.ch

Landschaftsarchitektur:

Balliana Schubert Landschaftsarchitekten
www.balliana-schubert.ch

Kälteplanung, Gesamtleitung Gebäudetechnik:

BBP Ingenieurbüro
Telefon: 041 9173722
Leplan
www.leplan.ch

Bauleitung:

b+p baurealisation
www.bp-baurealisation.ch

Bauingenieure:

Schnetzer Puskas Ingenieure
www.schnetzerpuskas.com

Holzbauingenieure:

Pirmin Jung Ingenieure
www.pirminjung.ch

Elektro- und PVA-Ingenieure:

Enerpeak
www.enerpeak.ch

HLS-ingenieure:

Balzer Ingenieure
www.balzer-ingenieure.ch

Bauphysik:

bakus Bauphysik & Akustik
www.bakus.ch

Kunst und Bau:

Wiedemann Mettler
www.wiedemannmettler.ch

Signaletik:

Bivgrafik
www.bivgrafik.ch

Fotos:

Stadt Zürich