Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Wenn einer eine Reise tut

Die Weggabelungen Thomas Feichtners

Ruhe im Studio, ein Stapel Kopierpapier und eine Schachtel 2B Bleistifte. So sieht das optimale... mehr

Ruhe im Studio, ein Stapel Kopierpapier und eine Schachtel 2B Bleistifte. So sieht das optimale Setting für einen kreativen Prozess Thomas Feichtners aus, in dem ganz aktuell der Entwurf für die Fackel der Special Olympics 2017 entstand. Doch wie begann seine berufliche Laufbahn als Designer? Mit einer schönen Geschichte während seines Studiums an der Kunstuniversität in Linz, denn der Gründer von Heavy Tools, eine der ersten Snowboardbrands überhaupt, irrte sich im Stockwerk und suchte bei den Industrie-Designern nach Talenten für Siebdruck-Grafiken für seine Boards. Ohne Vorahnung zu Grafik oder Siebdruck, dafür aber mit Elan, Wissbegier und dem Investment in einen ersten eigenen Computer, vereinbarte Thomas Feichtner einen Termin und war ab dann über die nächsten Jahre hinweg verantwortlich für die Kollektionen dieses Unternehmens. Von dort war der Weg nicht weit zum Design von Ski- und Skibindungen und zur Etablierung im Wintersportbereich, erste Design Awards inklusive. Eine Reise nach Südfrankreich war der Kick-off zu einer eigenen Kollektion, die Thomas Feichtner bei der Vienna Design Week 2007 im MAK präsentierte. Dieses Portfolio, kombiniert mit den Eindrücken einer Chinareise, die ihm so klar seinen Wunsch vor Augen führte, mit Betrieben aus der Umgebung zu arbeiten, wenn möglich sogar in seiner Straße, und die entkoppelte Produktion im fernen Osten links liegen zu lassen, legten den Grundstein zu seinem heutigen Tun. „Ich als Designer möchte mit ein Teil des ganzen Prozesses sein.“ Anhand dieses Statements arbeitet Thomas Feichtner nun vorrangig mit Wiener Unternehmen wie Kohlmaier, Augarten, den Neuen Wiener Werkstätten oder Jarosinski & Vaugoin. Ob es ein Lieblingsprodukt gibt? „Ich beurteile hier weniger die Produkte, als die Zusammenarbeit. Wenn diese freundschaftlich ist und auf gegenseitigem Vertrauen beruht, wenn Spaß und Enthusiasmus dahinter steckt, dann macht es Freude. Der Linz Hocker, der aus geschredderten Getränkekisten den Archetyp des Hockens widerspiegelt, ist sicherlich ein solches Projekt und es begleitet mich nun schon seit Linz 2009.“

www.thomasfeichtner.com

Designer: Thomas Feichtner www.thomasfeichtner.com mehr