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Viel Platz im Doppel

Aus zwei Doppelhaushälften wird eine kompakte Stadtvilla

Unser Platzbedarf steigt stetig. Das kollidiert mit den Flächen, die zum Wohnen zur Verfügung... mehr

Unser Platzbedarf steigt stetig. Das kollidiert mit den Flächen, die zum Wohnen zur Verfügung stehen. Was also tun, wenn nicht noch mehr Fläche versiegelt werden soll, gleichzeitig aber eigene Wohnwünsche realisiert werden sollen? Hier heißt es Umbauen und alte Bausubstanz an die eigenen Ansprüche anpassen. Dann kann aus einem Doppelhaus mit Baujahr 1913 auch eine kompakte Stadtvilla entstehen. Diese Verwandlung hat das Büro SRS & Partner Architekten in einer ehemaligen Arbeitersiedlung in Floridsdorf vollzogen. Und das, obwohl die Auflagen für den Umbau durchaus herausfordernd waren.

So durfte das Ortsbild nicht verändert werden. Die Dachform sowie die Position und Größe der straßenseitigen Fenster waren unveränderlich. Selbst für die Farbgebung der Fassade stand nur eine begrenzte Auswahl zur Verfügung. Es galt also, trotz der vergleichsweise geringen Kubatur eine optimale Raumstruktur zu schaffen. Auf 140 m² Wohnfläche entwickelt sich ein Raumkonzept, in dem drei Kinderzimmer und ein Elternschlafzimmer problemlos Platz finden. Nutzungen gehen fließend ineinander über, Räume werden geschickt miteinander kombiniert. So liegt der Essplatz beispielsweise hinter dem Küchenbereich, der wiederum von einem seitlichen Tresen begleitet wird. Auch besondere Wünsche, wie die Gestaltung des Elternschlafzimmers im Stile einer Hotelsuite, mit integriertem Bad oder einer Öffnung zum Garten, ließen sich umsetzen.Der lichtdurchflutete Innenraum wartet nach dem Komplettumbau mit einer reduzierten Materialwahl auf. Durch die neuen Fenster fällt das Licht auf frisch verputzte Wände. Langdielen aus heimischen Hölzern vergrößern die Fläche der Wohnbereiche optisch. Das war einer der Gründe, warum die Wahl auf dieses Material fiel. Ein anderer war die Nachhaltigkeit, die aus den kurzen Transportwegen heimischer Produkte entspringt. Auf die wurde bei der Planung der Bäder auch geachtet, wo Steinböden verlegt sind. Und unter dem neuen Fußbodenaufbau verbirgt sich nun eine Fußbodenheizung. Technisch wartet das Haus nach seinem Umbau mit Smart-Home-Funktionen auf. Über diese lassen sich die Raffstores und die Schließtechnik der Fenster steuern, aber auch andere Teile der Haustechnik wie beispielsweise die Beleuchtung. Es steckt hinter der Fassade dieses ehemaligen Doppelhauses eben weit mehr, als von außen sichtbar ist – und auf jeden Fall ausreichend Raum für moderne Wohnansprüche.

www.srsarchitekten.at

 

Fotos: 

MW Architekturfotografie
www.mw-architekturfotografie.at

(Erschienen in CUBE Wien 03|23) 

Architektur: SRS+ Architekten Ziviltechniker www.srsarchitekten.at ... mehr
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