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Unter einem Dach

Architektur für das Miteinander von Alt und Jung

Generationenübergreifendes Wohnen und Leben – ein Thema, das mehr und mehr die Architekten... mehr
Generationenübergreifendes Wohnen und Leben – ein Thema, das mehr und mehr die Architekten beschäftigt. Wie sehen die Vorschläge aus? Das neue Sozialzentrum in Traiskirchen mit einem Pflegewohnhaus und einem Kindergarten unter einem Dach gibt eine zeitgemäße Antwort auf das Wohnen im Alter und das gemeinschaftliche Miteinander von Alt und Jung.

Das Wiener Büro gerner°gerner plus architekten entwarfen einen fast quadratischen, zweigeschossigen Bau, der von Grünflächen, Spielplätzen und Terrassen umgeben ist. Differenziert wird der kompakte Baukörper durch die schützenden Vor- und Rücksprünge der langen Loggienbänder, die großzügigen Verglasungen sowie die vertikal gesetzte Lärchenholzverschalung der Außenfassade. Insgesamt bietet das 5.500 m2 große Sozialzentrum mit Untergeschoss, Erdgeschoss und Obergeschoss Platz für 78 Personen im Pflegeheim und 50 Kinder im Kindergarten – Wohlbefinden, Überschaubarkeit und Orientierung stehen hier klar im Mittelpunkt. „Mit den zwei Atrien, den Loggien vor jedem Zimmer und der dem Kindergarten vorgesetzten Box, die als Terrasse im Obergeschoss dient, wollten wir für jeden Bewohner und die Kinder den wichtigen Bezug zum Außenraum garantieren“, so die Architekten. „Zusätzlich haben wir bewusst Begegnungszonen geschaffen, die das Kommunizieren zwischen Alt und Jung fördern.“ Im Pflegeheim selbst wurde ein nach umweltpsychologischen Gesichtspunkten entwickeltes Farbkonzept umgesetzt: aufeinander abgestimmte Farben und Muster sowie eine differenzierte Lichtführung und natürliche Materialwahl sorgen für eine harmonische und behagliche Atmosphäre. Für einen natürlichen Wohnkomfort und ein gesundes Raumklima sorgt in besonderen Bereichen der an den Wänden aufgebrachte Lehmputz, der Feuchtigkeit reguliert und Schadstoffe absorbiert. Zudem bieten kurze Wege und Rundwege ohne Sackgassen den Bewohnerinnen und Bewohnern altersgerechte Fortbewegung.

Der Wunsch nach einem verantwortungsbewussten und wirtschaftlich effizienten Gebäude bestärkte die Entscheidung von Bauherr und Architekt für eine Hybridbauweise aus konstruktiven Betonscheiben und nichttragenden Holzsystembauwänden. Der hohe Anteil an Holzelementen sorgt dabei für ein angenehmes Raumklima und trägt gleichzeitig zum Prinzip der kindgerechten Bauweise bei. Nach rund 17 Monaten Bauzeit konnte das Sozialzentrum im November vergangenen Jahres eröffnet werden – es übernimmt mit seinem individuellen Pflege- und Raumkonzept für demente Personen schon heute eine Vorreiterrolle in Österreich ein.

www.gernergernerplus.com
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Matthias Raiger