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Stift Altenburg

Nicht nur das Neue präzisieren, sondern auch das Alte weiterbauen

Bei alten Gemäuern lohnt sich zunächst der Blick zurück, erfährt man doch Interessantes aus... mehr

Bei alten Gemäuern lohnt sich zunächst der Blick zurück, erfährt man doch Interessantes aus vergangenen Zeiten; zudem lassen sich Sanierungen, Umbauten und Modernisierungen besser verstehen. So auch beim Anblick auf das Stift Altenburg in Altenburg nordöstlich von Wien, dessen Gründung in das Jahr 1144 zurückgeht. Im 17. Jahrhundert, während des 30-jährigen Krieges, wurde die Klosteranlage zerstört; Joseph Munggenast, der österreichische Barockbaumeister, wurde 1730 vom Benediktinerorden mit dem Wiederaufbau beauftragt, der das heutige Erscheinungsbild im Wesentlichen bestimmt.

Soweit der kleine Rückblick. Und nun der Sprung in das Jahr 2000, in dem die barocke Altane einer statischen Sanierung und einer funktionellen Wiederherstellung als zentraler Bestandteil des barocken Hauptprospektes bedurfte: Die erste von drei Bauphasen, die das Architekturbüro Jabornegg & Pálffy von der Planung bis zur Fertigstellung begleitete. In der zweiten Bauphase widmeten sich die Architekten der Freilegung der mittelalterlichen Kapelle und dem Zugang zu den archäologischen Ausgrabungen und schließlich, in der dritten und vorerst letzten Bauphase, wurden im Untergeschoss Ausstellungsflächen mit Anbindung an die barocken Teile des Klosters realisiert.

„Der explizite Bezug zum Umfeld war eine wesentliche Grundlage unserer Planung. Auf diese Weise fügen sich die neuen Komponenten in klar definierte räumliche Strukturen ein, mit dem Effekt, dass sie erst innerhalb dieser Gegebenheiten – mit all ihren Gegensätzen und Widerständen – seine tatsächliche Bedeutung erfahren“, erläutert Architekt Prof. Christian Jabornegg. Die damit verbundenen Bauanalysen und archäologischen Untersuchungen mussten in Abschnitten erfolgen, aus denen sich die einzelnen Bauphasen ergaben – ein langer, fruchtbarer Prozess, „in dem wir typologisch klare, jedoch hochspezifische Lösungen innerhalb des Kontextes kontinuierlich erarbeiten konnten“, so abschließend Prof. Christian Jabornegg.

www.jabornegg-palffy.at

Architekten: Jabornegg & Pálffy www.jabornegg-palffy.at Fotos: Hertha Hurnaus mehr

Architekten:

Jabornegg & Pálffy
www.jabornegg-palffy.at

Fotos:

Hertha Hurnaus