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Rondo

Rundherum: Sieben Punkthäuser in natürlicher Parklandschaft

Das Stadtentwicklungsprojekt Viertel Zwei, direkt am Prater, der größten Parklandschaft Wiens,... mehr

Das Stadtentwicklungsprojekt Viertel Zwei, direkt am Prater, der größten Parklandschaft Wiens, gelegen, hat sich bereits in den letzten Jahren einen Namen gemacht. Schon heute leben und arbeiten über 4.000 Menschen in dem autofreien Stadtviertel. Rund um die denkmalgeschützte Trabrennbahn Krieau vermehren sich seit gut zehn Jahren die Wohnungen, Büroflächen, Geschäfte, Studentenapartments, Hotels und Kindergärten. Auf spannende architektonische Weise tragen sie peu à peu dazu bei, dass sich voraussichtlich bis 2021 ein abwechslungsreiches, lebendiges Stadtquartier entwickeln wird, in dem mehr als 10.000 Menschen ein neues Lebens- und Arbeitsumfeld finden werden. Ein weiteres Wohnungsbauprojekt wurde erst kürzlich fertiggestellt. Unter dem Namen „Rondo“ errichtete die IC Development gemeinsam mit dem Architekturbüro Atelier Thomas Pucher aus Graz sieben runde Baukörper zwischen sechs und zehn Geschossen.

Das Grundstück befindet sich in zugleich städtischer und landschaftlicher Umgebung. „Ein städtebaulicher Glücksfall“, so die Architekten, die die Lage zum Anlass nahmen, eine offene, lockere Typologie zu entwickeln, die zugleich viele Sichtachsen zwischen den Stadtteilen öffnet und den Bewohnern von ihren Wohnungen aus weitläufige Aussichten ermöglicht. Besonderheit ist die Ausformung der Häuser: Bei bestehender Position der Fassaden verspringen die Plateaus in jeder Ebene mit dem Effekt, dass die Konturen an Tiefenschärfe verlieren und sich somit mit ihrer Umgebung gefällig verbinden.

Insgesamt befinden sich in den sieben Wohnhäusern 201 Wohnungen zwischen 50 bis 150 m², ein Kindergarten sowie eine Tiefgarage mit 114 Parkplätzen. Jede Wohnung verfügt über umlaufende Terrassen mit ausreichend Platz für Begrünung. Durch die runde Ausformung der Häuser haben die Bewohner von allen Räumen weite Ausblicke in mehrere Richtungen. Raumhohe Öffnungen zu den Terrassen lassen ferner die Innenräume näher in die Landschaft rücken. Unterstützt wird diese Wirkung durch eine lediglich 45 cm hohe massive Brüstung, auf der in 1 m Höhe ein Handlauf geführt wird. Auch in Sitzposition kann somit der Blick ungehindert in die Landschaft schweifen ohne Einblicke von draußen zu gewähren.

Der Außenraum ist als fußläufige Parklandschaft konzipiert, der die sieben Punkthäuser natürlich und abwechslungsreich umschließt. Abgerundet wird die Landschaftsplanung durch verschiedene Gestaltungs- und Grünelemente, die sich zu einem lebendigen Aufenthaltsort zusammenfügen und Kinder, Bewohner und Besucher zum Spielen, Verweilen und zum kommunikativen Austausch einladen.

www.thomaspucher.com

Fotos:

Jasmin Schuller
www.jasminschuller.com