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Raffinierte Ecke

Ein neues Mehrfamilienhaus im 11. Gemeindebezirk

Südöstlich der Innenstadt liegt Simmering – auch bekannt als klassisches Arbeiter- und... mehr

Südöstlich der Innenstadt liegt Simmering – auch bekannt als klassisches Arbeiter- und Industrieviertel. Historisch weist der Ort eine hohe gemischte Nutzung von Wohn-, Gewerbe- und Kleinindustriegebäuden auf. Durch den Ausbau der U-Bahn wurde das Gebiet an das übrige Stadtgebiet angebunden mit der Folge, dass es mehr Menschen in den 11. Gemeindebezirk zog und Simmering so langsam an Attraktivität zulegt. An der nordöstlichen Grenze des Bezirks, in der Braunhubergasse 28, ist nun ein neues Mehrfamilienhaus entstanden, das sich in vielerlei Hinsicht von seiner Nachbarbebauung absetzt. Die Planung stammt vom Wiener Büro Hagmüller Architekten.

Entstanden ist ein sieben- bis achtgeschossiger L-förmiger Baukörper mit auffallenden vorspringenden Loggien und Balkonen. Dahinter befinden sich 100 Wohnungen zwischen 38 und 116 m², eine Dachterrasse mit Pool sowie eine Gemeinschaftsterrasse im Innenhof. Aufgrund der Ecksituation und der beachtlichen Gebäudetiefe von 20 m wurde für die innere Erschließung ein Mittelgangsystem gewählt mit einem zentralen Stiegenhaus im Schnittpunkt der beiden Gebäuderiegel, das über ein großes Oberlicht natürlich belichtet wird. „Diese natürliche Lichtstimmung wird je nach Tageszeit durch eine linienförmige Lichtinstallation in LED-Technik begleitet und unterstützt. Geschossweise zweigen diese Lichtspuren dann weiter in die Gänge der einzelnen Ebenen ab und sorgen dort für die nötige Ausleuchtung und Betonung der Wohnungszugänge“, erläutert Architekt Lois Hagmüller seine Idee. Um das Gesamterscheinungsbild zu vervollständigen wurden für die Beschilderung und Gebäudeorientierung eine Typographie und Piktogramme nach Entwürfen der Architekten entwickelt. Die Wohnungen selbst sind funktional und klar strukturiert und garantieren – dank großzügiger Außenraumflächen in Form eines Gartens, einer Loggia, eines Balkons oder einer Dachterrasse – eine optimale Tageslichtnutzung. Während die Außenräume zur Straßenseite als Einzelelemente oder verschmolzen zu einer „Raumplastik“ in Erscheinung treten, verbinden sie sich zum Innenhof hin zu bandförmigen Zonen in unterschiedlicher Tiefe. Unterstützt wird die Baukörpermodellierung durch eine gezielte, kontrastierende Zweifarbigkeit der Putzfassaden in Hellgrau bzw. Dunkelgrau sowie der einheitlichen goldfarbenen Geländerkonstruktion. Das dreidimensionale Streckmetall mit seinen senkrecht angeordneten Maschen ist so ausgeführt, dass es unterschiedliche Transparenz und Durchsichten aufweist. Darüber hinaus findet es die richtige Balance zwischen Privatheit und Offenheit und verleiht dem Gebäude einen ganz speziellen Charakter.

www.hagmueller.com

Architekten: Hagmüller Architekten www.hagmueller.com Statik, Bauphysik: Hnik Hempel... mehr

Architekten:

Hagmüller Architekten
www.hagmueller.com

Statik, Bauphysik:

Hnik Hempel Meler
www.h-h-m.at

Haustechnikplanung:

PHI Planungsbüro
www.phitb.com

Freiraumplanung:

Carla Lo Landschaftsarchitektur
www.carlalo.com

Ausführung:

Voitl
www.voitl.at

Fotos:

Franz Ebner
www.franzebner.at