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Nicht einsehbar

Ein 200 m2 großer Bungalow als Atriumhaus

Von der Straße aus lässt sich nicht erahnen, welch wundervolle Wohn- und Lebensoase sich hinter... mehr

Von der Straße aus lässt sich nicht erahnen, welch wundervolle Wohn- und Lebensoase sich hinter dem geschlossenen Holzzaun verbirgt. Eine junge, vierköpfige Familie erfüllte sich damit ihren Traum vom eigenen Wohnhaus in den Landschaften des Burgenlandes. Bereits in den ersten Gesprächen zwischen Bauherr und Architekt schlug das beauftragte Büro Heimspiel Architektur vor, auf dem schmalen Eckgrundstück einen eingeschossigen Bungalow als Atriumhaus zu planen. Die äußere Gestaltung sollte eine zeitgenössische Interpretation der traditionellen Hofhäuser, welche die Siedlungsstruktur in diesem Teil des Burgenlandes prägt, widerspiegeln.

So geschlossen sich das Wohnhaus nach außen hin präsentiert, so großzügig öffnet es sich zum Innenhof und zum Garten hin. Die Grenzen zwischen Innen- und Außenraum scheinen auf dieser Seite zu verschwinden mit dem Effekt, dass der Garten als Teil des täglichen Wohnens wahrgenommen wird. Diese fließenden Übergänge haben die beiden Heimspiel-Büroinhaberinnen und Architektinnen Julia Stoffregen und Gisela Mayr ebenso auf das Wohnkonzept übertragen: Eingang, Küche, Wohnraum und Kaminzimmer sind als offenes und lichtdurchflutetes Raumkontinuum gestaltet. Zu dem „schwungvollen“ Raumgefühl tragen zwei gebogene Glasscheiben bei. Durch die raumhohe Ganzglasfassade wird der Lebensmittelpunkt bis auf die angrenzende, umlaufende Terrasse erweitert. Ein Swimmingpool bildet die räumliche Einfassung des nicht einsehbaren Atriums.

Die privaten Räume wurden ganz nach dem Prinzip „genügend Privatsphäre für beide Generationen“ geplant: Während sich das Kinderreich mit zwei Zimmern, separatem Bad und Ankleide zum straßenseitigen Innenhof orientiert, erstrecken sich die Räumlichkeiten der Eltern zum Innenhof auf der gegenüberliegenden Seite des Wohnraums.

Was die Materialien betraf, so wurde großer Wert auf die Verwendung ökologischer Baustoffe gelegt: Als Dämmstoff wurde Steinwolle gewählt; Teile der Fassade und Innenraumdecken wurden in Holz ausgeführt; Wände und Decken teilweise mit Lehm verputzt. Die eigentliche Tragstruktur wurde als Massivbauweise in Stahlbeton und Ziegel errichtet. Das Dach ist eine Massivholzdecke, die umlaufend im Innenhof auskragt und somit im Sommer für Verschattung in den Innenräumen sorgt. Im Winter hingegen ermöglicht die Ausrichtung der großen Glasflächen die Nutzung der solaren Sonnenstrahlen.

www.heimspiel-architektur.at


Fotos:

Hertha Hurnaus
www.hurnaus.com