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Eleganz der 1960er-Jahre

Neue Mietwohnungen in historischer Adresse der Korb Etagen

Die Adresse Brandstätte 7–9 war wohl schon Kaiser Franz Josef I. ein Begriff. In der... mehr

Die Adresse Brandstätte 7–9 war wohl schon Kaiser Franz Josef I. ein Begriff. In der Nummer 9 des besser als Korb Etagen bekannten Komplexes verwöhnt seit 1904 das Café Korb Wiener und Auswärtige mit Köstlichkeiten. Und der Eröffnung ebendieses Kaffeehauses verlieh der Monarch durch seine Anwesenheit besonderen Glanz. Im selben Gebäudekomplex, in direkter Nachbarschaft zum Stephansdom, hatte zuletzt auch die Erste Bank ihre Büros. Allerdings war da von der ehemaligen Fassade, deren Stuck an Körbe erinnerte und dem Gebäude seinen Namen gab, schon nichts mehr zu sehen. In den 1960er-Jahren war umfangreich saniert worden, mit einer Bandrustika aus Naturstein im Erdgeschoss und Mosaiken in den Obergeschossen.

An diesem Stil orientierten sich BEHF Architects und Mittermair Architekten, die im Auftrag des neuen Eigentümers Amisola aus dem Bürogebäude ein Zinshaus konzipierten. Mit im Boot waren auch die A.C.C. Ziviltechniker, die das Baumanagement verantworteten. Sachlich modern präsentieren sich die Korb Etagen mit der durch Lisenen vertikal gegliederten Fassade in den Obergeschossen. Die Mosaiken ersetzten bei der ersten Renovierung den Stuck und wurden jetzt saniert. Dabei wurden auch die Fensteröffnungen zu französischen Fenstern vergrößert, die bis zum Boden reichen. Drei Gebäude, eine Einheit. Was sich schon über die Fassade andeutet, setzt sich im Inneren fort. „Wir haben die drei bestehenden Gebäudeteile zu einer neuen Struktur vereint“, beschreibt Architekt Stephan Ferenczy. Über die sechs Geschosse verteilen sich insgesamt 69 Apartments unterschiedlicher Größe. Ganz gleich, wie viel Raum sie bieten, bei der Ausstattung wurde auf hohe Qualität geachtet. So können sich die Mieter über Fischgrätparkett aus Eiche, Nussholzwaschtische und weiße Tischlerküchen freuen.

Eleganz und Charme der 1960er-Jahre empfängt die Bewohner bereits im großzügigen Windfang und dem dahinter liegenden Entree mit Aufzug. Das marmorverkleidete Stiegenhaus mit seinem Geländer aus goldfarbenem Aluminiumguss wurde detailgetreu restauriert. Mondän kommt es daher, fast wie in einem alten Film. Insgesamt haben die Architekten viel dafür getan, diesen Eindruck heraufzubeschwören. Und so sind auch statt einer Aufstockung gestreckte, in einem warmen Kupferton gehaltene Dachgauben entstanden. Die zum Innenhof gelegenen Balkone und Terrassen folgen ebenfalls dem Credo, den Charme des historischen Gebäudes zu erhalten und mit modernem Wohnen in ein harmonisches Gleichgewicht zu bringen.

www.behf.at
www.mittermair.com

Fotos:

Bruno Klomfar
www.klomfar.com

(Erschienen in CUBE Wien 04|19)

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