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Der Tradition verpflichtet

Das Sacher Eck

„Zukunft mit Herkunft“, so lautete die Devise des Wiener Architekturbüros BWM Architekten für... mehr

„Zukunft mit Herkunft“, so lautete die Devise des Wiener Architekturbüros BWM Architekten für die Neugestaltung des Sacher Eck, das sich vis-à-vis des Ende des 19. Jahrhunderts eröffneten weltbekannten Hotel Sacher befindet. Auf dem Fundament der großen Tradition aufbauend, wünschte die Eigentümerfamilie für das Sacher Eck eine Gestaltung, die den Diskurs zwischen alt und neu anregt. Insgesamt umfasste das Refurbishment die bereits vorhandene, rund 160 m² große Fläche des Sacher-Cafés und des Shops sowie eine 280 m² große Erweiterung im Mezzanin.

„Wir haben uns vorrangig an klassischen, imperialen Wiener Interieurs, für die das legendäre Hotel Sacher stellvertretend steht, orientiert und die klassischen „Sacher-Farbtöne“ – Bordeauxrot, Gold und Schwarz – mit Samt, Messing, dunklem Holz sowie schwarzem und weißem Marmor in neuen Kompositionen zusammengeführt“, erläutert Erich Bernard, Gesellschafter und Interior Design-Experte von BWM Architekten. Mit der räumlichen Erweiterung von Café und Confiserie sowie dem Durchbruch zum Mezzanin beabsichtigte das Architektenteam ferner, auffallende Designelemente in den Blickpunkt zu stellen: „So verbindet beispielsweise der monumentale, zweigeschossige Luster der renommierten Wiener Designerin Megumi Ito als weithin sichtbares „Centerpiece“ die Confiserie mit dem Mezzanin“, so Erich Bernard weiter. Die Neufassung des räumlichen Gefüges gehört somit im Wesentlichen zum neuen Auftritt des Sacher Eck: Im Parterre befinden sich der Verkaufsraum der Confiserie und das Sacher-Café. Der als typisches Material der Küchen von Confiserie-Manufakturen in Messing gefasste weiße Marmor verweist dabei nicht nur auf die Wiener Kaffeehausatmosphäre, sondern auch auf die bis heute zur Gänze sorgfältig von Hand gefertigte Original Sacher-Torte. Im Gegensatz dazu dominiert im Café-Bereich schwarzer Marmor, der dem Raum und seiner in rotem Samt gehaltene Möblierung eine warme Atmosphäre verleiht. Eine Bar bildet den eleganten Abschluss, dessen Begrenzung scheinbar durch die verspiegelte Rückwand aufgehoben wird. Über eine elegant geschwungene Eichenholztreppe mit rotem Läufer, die von einer beinahe 8 m hohen, samtbespannten Bilderwand flankiert wird, erreicht der Besucher die Beletage. Roter Samt, rote Tapisserie sowie eine rote Decke verdichten sich im Zusammenspiel mit Messing, einem dunklen Eichenparkettboden und dem großen Luster zu jener typischen Sacher-Identität, die bei den Besuchern einen unvergesslichen Eindruck hinterlassen soll.

www.bwm.at

Innenarchitekten: BWM Architekten www.bwm.at Ausführendes Architekturbüro: Edelmueller... mehr

Innenarchitekten:

BWM Architekten
www.bwm.at

Ausführendes Architekturbüro:

Edelmueller Architektur
www.edelmueller.at

Lichtobjekte, Luster:

Megumi Ito
www.ito-megumi.com

Lichtplanung:

Egger Licht, Lighting Design
www.eggerlicht.com

Küchensystem:

Werner F. Redolfi Küchensystem
www.kuechensystem.at

Fotos:

Christoph Panzer