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Bunt gemischt

Zwei benachbarte Streckhöfe werden zusammengelegt und neu entdeckt

Wenn alte Bautypologien für eine Umnutzung und Neugestaltung genutzt werden wollen, dann heißt es... mehr
Wenn alte Bautypologien für eine Umnutzung und Neugestaltung genutzt werden wollen, dann heißt es „Obacht!“ – mit viel Rücksicht und Respekt hat sich daher das Wiener Büro 3:0 Landschaftsarchitektur seiner Aufgabe genähert. Sie wurden beauftragt, zwei ehemalige Streckhöfe zu einem breiten Grundstück zusammenzufassen. Der flache Neubau wurde nach den Plänen von Claudia Wimberger und Christian Schremmer ausgeführt.

Streckhöfe sind weit verbreitet im Mittelburgenland, am Rande der Pannonischen Tiefebene, und bestimmen das Erscheinungsbild vieler Ortschaften. Charakteristisch sind seine schmalen, langen Parzellen, meist nur acht Meter breit und oft bis zu 50 m tief, auf denen mehrere Wohntrakte und Scheunen hintereinander gebaut wurden. Das Zusammenlegen zweier Grundstücke in Deutschkreutz, nur wenige Schritte von der ungarischen Grenze entfernt, kam den Planern gerade recht. Ihr Gesamtkonzept sah vor, Teile der alten Bauernhöfe zu sanieren, einen flachen Neubau zu ergänzen und den Freiraum – das Herzstück des Grundstücks – entsprechend zu gestalten. Entstanden ist ein logisch zusammengewürfelter Garten aus unterschiedlichen Materialien, Pflanzen und Wiesenfläche.

Die Verbindung zwischen Haus und Garten bildet eine rund 100 m2 große Terrasse, die in mehrere unterschiedliche Schollen aus Beton, Holz und dunklem Basaltkies unterteilt ist. „Von oben wirkt die Terrasse wie eine Patchwork-Decke, eine Art American Quilt aus Zellulose und Zement“, so die treffende Bezeichnung der Landschaftsarchitekten. Zwischen den Schollen wachsen Gräser und Pflanzen, deren Namen man sich merken sollte: Waldschmielen, Federgras, Diamantgras, Hosta und großblättriger Sedum. Jetzt im Frühjahr blicken zudem Taglilien, Tulpen, Zierlaub und Schneeglöckchen durch das dichte Grün. Monat für Monat nimmt so der blühende Patchwork-Quilt eine andere Farbe an. Eine größere Vielfalt kann kaum mehr erreicht werden. Außer bei den allwöchentlichen Grillabenden der Bewohner und ihrer Gäste. Dann kann es auf dem rund 20 m2 großen Holzdeck unter einem Apfelbaum zu einer wilden Ergänzung des Farbspektrums kommen. Das ist auch so gewollt und beweist, dass die ehemaligen Streckhöfe, die Gärten und der Neubau auch mit den Bewohnern stimmig kommunizieren.

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