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Viel Glanz und Luxus

Auf dem Salone del Mobile 2019 in Mailand zeigte sich das Design von seiner teuren und edlen Seite

Der Salone del Mobile in Mailand hat sich längst von einer Fachveranstaltung immer mehr zu einem... mehr

Der Salone del Mobile in Mailand hat sich längst von einer Fachveranstaltung immer mehr zu einem allumfassenden Lifestyle Event entwickelt. Längst dominieren auch große Modemarken wie Armani, Trussardi oder Fendi mit ihren Livingprodukten die Messehallen im Stadtteil Rho. Der Luxuskonzern Louis Vuitton demonstrierte in diesem Jahr seine Ambitionen im Design mit einer aufwendigen Schau im Palazzo Serbelloni mit Entwürfen von Marcel Wanders, Patricia Urquiola oder Raw Edges. Die Modemarken inszenieren viel Luxus und Glamour. Bei den Materialien ist deshalb kostbarer Marmor immer noch allgegenwärtig. Die Textilien sind feiner Samt, plüschige Stoffe sowie schweres Bouclé.

Die großen italienischen Möbelproduzenten zielen ebenfalls mit hochpreisiger Luxusware auf die lukrativen Märkte in Russland, Asien oder den arabischen Ländern. „Made in Italy“ reicht hier als Markenkern nicht mehr aus, sondern es gilt sich global aufzustellen. Ein traditionsreicher Hersteller wie Minotti sucht deshalb nach 20 Jahren unter Kreativdirektor Rodolfo Dordoni verstärkt nach Impulsen von außen. An der neuen Kollektion arbeiteten der brasilianische Architekt Marcio Kogan, Gam Fratesi aus Italien/Dänemark, Nendo aus Japan sowie Christophe Delcourt aus Frankreich. Dessen ausladende Sofalandschaften sollen nicht mehr nur an der Wand stehen, sondern frei im Raum. Andocken per Magnet lassen sich alle möglichen Elemente für Stauraum oder Ablage. Solche vielfältig erweiterbaren Sitzlandschaften haben sich bei vielen Herstellern etabliert. Rolf Benz stellte mit „Addit“ ein solches System vor, entworfen von Tina Bunyaprasit und Werner Aisslinger. Cor arbeitet bei dem „Nenou“ Modulsystem mit dem Schweizer Designer Jörg Boner.

Die Entwürfe bei Cor sind keine reinen Wohnzimmermöbel, sondern sollen auch im Büro oder der Hotellobby zum Einsatz kommen. Das Verschmelzen von Büro- und Wohninterieurs konnte man bei vielen Hersteller beobachten. e15 setzt seine Arbeit mit David Chipperfield fort und präsentierte eine bürotaugliche Weiterentwicklung des Tischbocks „Basis“. Auch Vitra setzte den Bürostuhl „Rookie“ von Konstantin Grcic in einem Livingumfeld in Szene. Am Stand von Vitra sorgte das neue Sofa „Vlinder“ von Hella Jongerius für Diskussionsstoff. Die niederländische Designerin arbeitet mit einem Überwurf, der durch seine aufwendig gewebten Muster ungewohnt folkloristisch wirkt. Stilistisch gibt es im Design derzeit keine Grenzen mehr.

Eine sichere Bank für die Hersteller ist nach wie vor die klassische Moderne, wobei nach der Skandinavienwelle nun amerikanische Designer wie Jens Risom oder Paul McCobb in den Fokus rücken. Neuauflagen von Paul McCobb fanden sich bei Karakter aus Dänemark sowie De Padova aus Italien. Fritz Hansen erweitert seine Kollektion „Planer“ mit einem Regalsystem des Amerikaners. Im Showroom in der Via Durini inszenierte Cassina eine Hommage an die Möbel von Pierre Jeanneret und ließ dafür Wandmalereien aus Le Corbusiers Chandigarh Projekt in Indien rekonstruieren.

Es wird immer schwieriger, in der von Marketinginszenierungen beherrschten Möbelindustrie noch Design zu finden, welches nach neuen Lösungen sucht. Magis hat mit dem „Vela“ einen ultraleichten, stapelbaren Stuhl aus Magnesium entwickelt. Stefan Diez gelingt es, ebenfalls bei Magis, mit seinem Sofasystem „Costume“ den umweltproblematischen Schaumstoff durch eingepackte Federn auf ein Minimum zu reduzieren. Das schwedische Label Hem zeigte einen zerlegbaren Tisch aus massiver Douglasie des Briten Max Lamb. Für Plank gestaltete Konstantin Grcic das minimalistische Tischsystem „Fila“ mit einem eigens dafür entwickelten Winkelsystem zur Verbindung.

www.salonemilano.it

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