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Messbare Nachhaltigkeit

Zertifizierungssysteme machen den Vergleich möglich – ein Überblick

Messbare Nachhaltigkeit
ESO Supernova, zertifiziert von der DGNB
Messbare Nachhaltigkeit
RheinMain CongressCenter Wiesbaden, zertifiziert von der DGNB
Messbare Nachhaltigkeit
Ikea Magdeburg, zertifiziert von BREEAM
Messbare Nachhaltigkeit
50Hertz Netzquartier, dieses Projekt erhielt von der DGNB ein Zertifikat in Gold und wurde zusätzlich mit einem DGNB Diamant ausgezeichnet. Außerdem zertifiziert von LEED.
Wenn eine 16-jährige Schwedin die bekannteste Klimaaktivistin weltweit ist, der deutsche Sommer... mehr

Wenn eine 16-jährige Schwedin die bekannteste Klimaaktivistin weltweit ist, der deutsche Sommer die 40-Grad-Marke sprengt und die Gefahr droht, dass sich in den Weltmeeren 2050 mehr Plastik als Fische befinden werden – dann ist es höchste Zeit, dass Themen wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz in den Fokus der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft rücken. Kaum eine Branche kommt ohne Ziele, Strategien und Veränderung zugunsten der Umwelt aus. Auch die Immobilienbranche setzt sich stark mit dem Nachhaltigkeitsaspekt auseinander: So lautet „Green Buildings“ der allgemeine Begriff, wenn es um ressourceneffiziente Verwendung betreffend Material, Wasser und Energie in der Baubranche geht. Um die Nachhaltigkeit eines Gebäudes messen zu können, wurden Zertifizierungssysteme entwickelt, die international geltend Immobilien transparent bewerten. Besonders etabliert sind in Deutschland seit 2007 das nationale System Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) sowie seit 1990 die britische Zertifizierung Building Research Establishment Environmental Assessment Method (BREEAM) und seit 1998 die amerikanische Variante Leadership in Energy and Environmental Design (LEED). Im Wesentlichen begründen sich die drei Systeme auf Bewertungskriterien, die durch eine minimale Umweltbelastung in Folge einer maximalen Ressourcen- und Energieeinsparung zu erfüllen sind.

Vielseitig einsetzbar ist das System der DGNB: In seiner Zertifizierung berücksichtigt es Gebäude, Innenräume und Quartiere in Neu- und Bestandsbauten und gilt mit den Auszeichnungen Platin, Gold oder Silber als Qualitätssiegel und Vermarktungsinstrument. Schwerpunkt des Systems sind die Lebenszyklusbetrachtung, Ganzheitlichkeit und Performanceorientierung. Neben Nachhaltigkeitsbereichen Ökologie, Ökonomie und Soziokulturelles, die äquivalent behandelt werden, betrachtet das System auch technische, prozessuale und standortbezogene Themen. Die einzelnen Aspekte werden als ganzheitliche Struktur bewertet, anstatt einzelne Eigenschaften unabhängig voneinander zu untersuchen (siehe auch Seite 55).

Als ältestes Zertifizierungssystem für nachhaltiges Bauen vergibt BREEAM aus Großbritannien das Gütesiegel nach einem einfachen Punktesystem in vier Abstufungen: „Ausgezeichnet“, „Sehr gut“, „Gut“ oder „Durchschnittlich“. Neben der globalen, regionalen, lokalen und räumlichen Ebene betrachtet das System den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes und bewertet diese Punkte anhand acht umweltbetreffender Kategorien (siehe auch Seite 72).
Auch das US-amerikanische System LEED vergibt seine Nachhaltigkeitszertifizierungen über ein Punktesystem in vier verschiedenen Qualitätsstufen: Von „Certified“ zu „Platinum“ können maximal 110 Punkte erreicht werden. Die Inhalte der Kriterien beziehen sich auf ökologische und ökonomische Zusammenhänge, aber auch auf soziale und technische Qualitäten, die das Projekt ausmachen. Weiter wird die Standortqualität sowie alle Eigenschaften im Hinblick auf eine ganzheitliche Lebenszyklusbetrachtung analysiert.
In Österreich und Schweiz zertifizieren die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (ÖGNB) mit dem TQB-System, der klimaaktiv Gebäudestandard (Teil der im Jahr 2004 gestarteten Klimaschutzinitiative klimaaktiv), der Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) sowie die DGNB Systempartner Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) und die Schweizer Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (SGNI).

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