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Wohnen auf Zeit

Apartmenthaus für Langzeitgäste im neuen Heilbronner Stadtquartier

Auf dem Buga-Gelände in Heilbronn entsteht mit dem „Quartier der Vielfalt“ ein lebendiges... mehr

Auf dem Buga-Gelände in Heilbronn entsteht mit dem „Quartier der Vielfalt“ ein lebendiges Viertel mit über 50 Prozent Mietwohnungen, Baugemeinschaften und Studentenwohnungen sowie Einrichtungen für Kinder und Projekte für Menschen mit Handicap. Eines der prägnantesten der bisher realisierten Gebäude ist von dem Architekturbüro Kauffmann Theilig & Partner aus Stuttgart, welches für den Investor Kruck + Partner nach einem Wettbewerbserfolg umgesetzt wurde. In diesem Haus werden gemeinschaftliche Kommunikations- und Serviceangebote zum „Wohnen auf Zeit“ sowie ein Inklusionscafé angeboten.

An der Südwestecke des Baufeldes gelegen, orientiert sich das markante Haus mit den vorgehängten vertikalen Aluminiumlamellen zum neuen Stadtsee. Auf fünf Etagen finden sich 17 Zwei-Zimmer-Apartments mit Wohnflächen von 50 bis 66 m² sowie ein 135 m² großes Drei-Zimmer-Penthouse mit weitläufiger Dachterrasse. Die Suites sind für Menschen gedacht, die eine hotelartige Wohnung für drei bis zwölf Monate benötigen. Ausgelegt sind sie auf zeitgemäße Ansprüche sowohl in der Grundrissgestaltung als auch in der exklusiven Innenraumgestaltung. Zum See hin lässt sich der Wohnraum über die umlaufende Loggia aus Betonfertigteilen zur Buga-Landschaft erweitern. Auf der Dachterrasse entstand ein qualitativ hochwertiger Aufenthaltsbereich mit einer weithin sichtbaren Holzskulptur, welche die Aufzugsüberfahrt und den Dachausgang des Treppenhauses formuliert. Die Eingangsebene wird als öffentliches Quartierscafé von der gemeinnützigen Stiftung Lichtenstern von Menschen mit und ohne Behinderung betrieben. Der daran anschließende Waschsalon steht dem gesamten Quartier zur Verfügung.

Die Außenwand des Hauses besteht aus gezielt eingesetzten, vorgefertigten und tragenden Betonfertigteilen, die in kurzer Zeit montiert werden konnten. Hierin sind großflächige Fensteröffnungen eingelassen mit integriertem, elektrisch bedienbarem Sonnenschutz. Die Rahmen der Fenster und der angrenzenden Glaselemente sind aus massiver Weißtanne. Der Filter aus Aluminiumlamellen dient zum einen dem Sonnen- und Sichtschutz des KfW 55-Hauses sowie der Absturzsicherung. Zum anderen bildet der „Vorhang“ mit seinen gezielt gesetzten Ausschnitten das markante schachbrettartige Muster der Gebäudehülle.

www.ktp-architekten.de

Fotos:

Roland Halbe
rolandhalbe.eu

(Erschienen in CUBE Stuttgart 04|19)