Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Vitalisierendes Farbspiel

Gelungene Klinikzusammenlegung

Bei einer Zusammenlegung von Krankenhäusern geht es vorrangig um Synergieeffekte von... mehr
Bei einer Zusammenlegung von Krankenhäusern geht es vorrangig um Synergieeffekte von wirtschaftlich-ökonomischen, marktpolitischen und organisatorischen Faktoren. So auch in diesem Fall des neuen Klinikums von Winnenden, das die ehemaligen Krankenhäuser von Waiblingen und Backnang vereint und für die medizinische Versorgung von ca. 400.000 Bewohnern verantwortlich ist. An der Grenze zwischen Wohnbebauung und Landschaftsraum gelegen, ist das Klinikum in die Wiesenlandschaften und die angrenzenden Weinberge eingebettet. Die abwechselnde Auenlandschaft prägte das Entwurfskonzept der Planungsgemeinschaft Hascher Jehle Architektur und Monnerjan Kast Walter Architekten.

Der Betrachter erkennt zunächst drei locker angeordnete pavillonartige Baukörper, die über einen flachen ein-bis zweigeschossigen Sockel miteinander verbunden sind und sich trotz ihrer Größe gut in die Landschaft einfügen. Wichtig war den Architekten eine Maßstäblichkeit, die Menschen, die sich in schwierigen Situationen befinden, nicht befremdet. So erhielt der Gebäudekomplex durch die Gliederung der Sockel- und Obergeschosse, sowie in einzelne drei- bis fünfgeschossige Häuser eine entsprechende Kleinteiligkeit. Besonders schön ist das an die Farben der landschaftlichen Umgebung angelehnte Farbkonzept, mit den Farben Grün, Gelb und Orange, die als freundlich, geistig anregend und körperlich vitalisierend empfunden werden. Die Architekten entwickelten den Entwurf, indem sie die Anforderungen an Gestaltung und Technik den heutigen Standards anpassten. So zeigt sich eine formal reduzierte Gestaltung der Pavillions. Auf einem gläsernen Sockel basierend, wird durch ein Glasband der Übergang in eine offenere Struktur geschaffen. Eine Platzanlage als Aufenthaltsfläche bildet das neue Zentrum des Quartiers. Auffallend selbstverständlich zeigt sich das Zusammenspiel von Gebäude und Freiflächen. Während die Piazza selbst mit Bänken, Wasserflächen, Grünstreifen und Bäumen gestaltet ist, entstanden unterschiedlich genutzte Aufenthaltsflächen im Grünen, wie zum Beispiel ein Patientengarten, der fließend in den natürlichen Landschaftsraum übergeht. Während die Bettenhäuser in den Pavillons in einer einfachen und klaren Grundrissstruktur geplant wurden, übernimmt der 180 m lange und 70 m breite, zweigeschossige Sockel mit seinem klaren Wegenetz und den vielzähligen Höfen die klinischen Funktionseinheiten.

www.hascherjehle.de
Architekten: HASCHER JEHLE Architektur www.hascherjehle.de mehr

Architekten:

HASCHER JEHLE Architektur
www.hascherjehle.de