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Schwarz verbindet

Wohnskulptur am Hang in enger Verbindung mit der Natur

Schwarz verbindet
Untergeschoss
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Erdgeschoss
Schwarz verbindet
Dachgeschoss
Der Welzheimer Wald dient als Kulisse für das schwarze Holzhaus, von dem man weit ins Remstal... mehr

Der Welzheimer Wald dient als Kulisse für das schwarze Holzhaus, von dem man weit ins Remstal blicken kann. Für die Architektin und Bauherrin Bettina Müller-Fauth steht die Farbe Schwarz für Ruhe und Eleganz. Sie verleihe dem monolithischen Baukörper eine plastische Kraft gleich einer Skulptur in der Landschaft und stärke seine Identität, sagt sie. Über die schwarz geölte Verschalung verbinden sich Fassade und Dach optisch zu einer Einheit. Technische Details wie die Dachrinne und Fallrohre verschwinden hinter der Fassade. Gegenüber der umliegenden Bebauung ist das Wohnhaus stark reduziert, nimmt aber das Satteldach als verbindendes Element auf.

Die Eingangsseite ist eher geschlossen gehalten mit nur wenigen Öffnungen. Nach Westen öffnet sich das Haus zum Remstal mit einer atemberaubenden Weitsicht. Mittelpunkt des Hauses mit einer Wohnfläche von 200 m² auf drei Geschossen ist der Koch- und Essbereich mit der anschließenden Loggia. Sie erhielt eine verglaste Brüstung, um den Ausblick nicht einzuschränken.

Das westwärts geneigte Grundstück ist im Norden, Süden und Westen von bestehenden Gebäuden und im Osten von Wiese und Wald umgeben. Durch die geschickte Anordnung des Wohnhauses und der Garage blieb das Hanggrundstück zugunsten eines größeren Gartens und dem alten Baumbestand fast unverändert. Während das Gartengeschoss aus Sichtbeton gefertigt ist, bestehen das Erd- und Dachgeschoss aus 10 cm starken Brettsperrholzwänden. Auch im Inneren zieht sich das bewusst reduzierte Materialkonzept durch: sichtbare Holzwände, ein verschraubter Dielenboden aus Eiche im Garten- und Dachgeschoss sowie geschliffener Estrich im Erdgeschoss und in den Bädern und Duschen. „Ich mag die Kombination aus Holz und Beton“, sagt Bettina Fauth. Wen wundert es, ist sie doch in einem Zimmereibetrieb aufgewachsen und überzeugt davon, mit Holz gute Architektur umsetzen zu können. Passend zur diffusionsoffenen Bauweise dämmte sie mit 18 cm starken Holzfaserplatten. Verhindert wird das übermäßige Aufheizen der Innenräume über die schwarze Fassade durch eine Hinterlüftung. Verschattet sind die Fenster über Textilscreens. Nachts wirkt der Kamineffekt im Treppenhaus und kühlt die Luft herunter. Eine Pelletheizung in der unterkellerten Garage, kombiniert mit einer Fußbodenheizung und Heizkörpern, sorgt im Holzhaus für ein behagliches Wohnklima. Energetisch betrachtet entspricht das Gebäude einem KfW-Effizienzhaus 55.

www.bettina-fauth.de

Architekten: Bettina Müller-Fauth www.bettina-fauth.de Holzbau, Innentreppen: Fauth... mehr

Architekten:

Bettina Müller-Fauth
www.bettina-fauth.de

Holzbau, Innentreppen:

Fauth Holzbau
www.fauth-holzbau.de

Heizung, Sanitär:

Reichl Haustechnik
www.reichl-haustechnik.de

Elektro:

Elektrotechnik Ralf Kokor
www.kokor-elektrotechnik.de

Schreiner:

H&P Holzhandwerk
www.hupholzhandwerk.de

Fenster:

Glaserei Kuhnle
www.fensterbau-kuhnle.de

Estrich:

Mayer Estrich
www.mayer-estrich.de

Sichtestrich:

Stonetec
www.stone-tec.de

Küche:

Leicht Küchen
www.leicht.com

Verschattung, Gardinen:

Schür die Raumexperten
www.schuer-raumexperten.de

Fotos:

David Schultheiß
www.davidschultheiss.de