Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Neues Wohnen im Hinterhof

Gelungene Umnutzung einer ehemaligen Druckerei

Mitten im urbanen Stuttgarter Westen zwischen kleinen Galerien, vielen Tagesbars und hippen... mehr

Mitten im urbanen Stuttgarter Westen zwischen kleinen Galerien, vielen Tagesbars und hippen Modeboutiquen entsteht in so manchen vormals industriell genutzten Hinterhofgebäude neuer, spannender Wohnraum. So auch das Areal im nördlichen Teil des Viertels, dessen Revitalisierung der Bauherr, die Ferdinand Piëch Holding, initiiert hat. Im Hinterhof in der Rötestraße befindet sich auch das ehemalige Druckereigebäude, das von dem Stuttgarter Architekten Patrick Harnisch zu einem eleganten Wohnloft umgestaltet wurde. Das klar formulierte Entwurfsziel, die städtebauliche Identität dieses Wohnblocks bei der Sanierung zu erhalten, ist deutlich gelungen, trotz so mancher Überraschung, die der Architekt bei der Sanierung erfuhr. Er begann damit, das Gebäude bis auf die Tragstruktur zu entkernen. Eine mehrstöckige Brücke, die das Hinterhofgebäude mit einer angrenzenden Klinik verband, wurde abgerissen und die dabei entstandenen, freien Anschlusstellen in der Fassade mit Metallpaneele verkleidet. Überraschend entpuppte sich ein nach dem Krieg ergänzter Erweiterungsbau des Gebäudes als Klinker-imitat. Statt gebranntem Lehm fand man unter einer dünnen Farbschicht gegossene Ziegel aus Magerbeton. Wichtig war es dem Architekten Patrick Harnisch, die grundlegende Gliederung der Fassadenstruktur zu erhalten. Fensteröffnungen wurden nur an notwendigen Stellen vertieft. Im Dachraum entstand ein sogenanntes „Stuttgarter Dach“ in Stahlbauweise. Sehr schöne, großzügige Einschnitte ins Dach lassen gut nutzbare Dachterrassen entstehen. Das alte Treppenhaus mit großzügigem Luftraum und gewendelter Holztreppe wurde erhalten und brandschutztechnisch ertüchtigt. Für einen Aufzug, der Barrierefreiheit garantiert, wurde ein zweiter Erschließungskern in Sichtbeton installiert. Hier entstanden neun Wohnungen zwischen 135 m² und 200 m² mit offenen Grundrissen und fließend ineinander übergehenden Räumen. Mit der Wahl von industriellen Materialien, wie die weiß verputzen Wände und das dunkle Industrieparkett, erinnert diese Umgestaltung sehr schön an die Historie des Gebäudes.

www.patrickharnisch.de

Architekten: Patrick Harnisch Architekten www.patrickharnisch.de Fotos: Kilian Bishop mehr

Architekten:

Patrick Harnisch Architekten
www.patrickharnisch.de

Fotos:

Kilian Bishop