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In die Natur gebaut

Das Weingut Markus Schneider setzt auch auf Architektur

Häufig wird bei Weingütern auf eine lange Tradition zurückgeblickt; sowohl Weinreben als auch... mehr
Häufig wird bei Weingütern auf eine lange Tradition zurückgeblickt; sowohl Weinreben als auch Generationen von Familien haben viele Geschichten hinterlassen und schreiben sie immer wieder neu. Das Weingut Markus Schneider kann zwar auch schon einige Geschichten erzählen, auf eine lange Tradition schaut es allerdings nicht zurück. Alles fing im Jahr 1994 an, als Markus Schneider den kleinen Betrieb für Obst- und Traubenproduktion seiner Eltern übernahm und gleichzeitig in ein Weingut verwandelte. Dass dies glückte, belegen die Weinkarten internationaler Restaurants, Hotels, Fluggesellschaften und Kreuzfahrtschiffen. Dorthin gekommen ist Markus Schneider mit Fleiß, Ehrgeiz, einer Vision und einem ordentlichen Schuss Pfälzer Emotionalität, so erinnert er sich selber an die frühen Anfänge. Heute führt er zusammen mit seiner eigenen Familie den Weinbetrieb, der sich im Laufe der Jahre kontinuierlich weiterentwickelt hat. Der Höhepunkt der bisherigen Entwicklung ist der Bau einer neuen Kellerei, die vom Architekturbüro Gräf aus Kaiserslautern geplant und im vergangenen Jahr fertiggestellt wurde.

Das neue, moderne Gebäudeensemble, in dem sich auf rund 5.000 m2 Fläche eine Vinothek mit Verkaufs- und Verkostungsmöglichkeiten und ein Flaschenlager befinden, liegt inmitten der Pfälzer Weinberge. Der Wunsch des Bauherrn lautete, die zwei Gebäude harmonisch in das Landschaftsbild der Weingärten einzufügen. Die Architekten wählten dafür einen einheitlichen, dunklen Grauton; ein Farbton, der sich am Horizont im schimmernden Höhenzug der Haardt wiederfindet. Große Öffnungen in der Fassade geben den Blick in ebendiese reizvolle Landschaft frei.

Die Besonderheit im Innern ist eine offene Kassettendecke mit quadratischen Deckenfeldern, die einerseits als gestalterisches Element den Bezug zu Gewölben historischer Fasskeller herstellt und andererseits als Funktionsbauteil mit ihrem hohen thermischen Speichervermögen für eine effiziente Weinlagerung und ein konstantes Raumklima sorgt. Unterirdisch werden die zwei Baukörper durch eine Kellerhalle verbunden. Die 100 m lange Halle wurde in Betonwänden ohne Dämmung ausgeführt, um so die dauerhafte und notwendige Temperatur von 12 °C für die Reifung des Weines zu garantieren. Viel interessanter noch diese Information: 800.000 Weinflaschen und 1.600 Holzfässer kommen in den Genuss der kühlen Temperaturen. Und nur eine dieser Flasche reicht, um die schöne Landschaft und das angenehm baulich zurückhaltende Weingut zu genießen.

www.graef-kl.de
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Architekturbüro Gräf
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