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Baujahr 1963

Solides Wohnhaus bietet ungeahnte Möglichkeiten und neue Qualitäten

Doppelhaushälfte aus den 1960er-Jahren – wer das hört, der denkt schnell, besser abreißen und... mehr

Doppelhaushälfte aus den 1960er-Jahren – wer das hört, der denkt schnell, besser abreißen und neu bauen, obwohl ein Umbau durchaus sinnvoll sein kann. Welches Potenzial in den oft soliden Wohnhäusern steckt, zeigen der Umbau und die Modernisierung eines Giebelhauses aus dem Jahr 1963. Das Architekturbüro schleicher.ragaller hat mit einem bedachtsamen Umbaukonzept den Bestand an die heutigen Wohn- und Lebensstile sowie an die technischen und energetischen Anforderungen angepasst. Schon allein die Lage macht das Wohnen in dem Einfamilienhaus zu etwas besonderem. Die Kubatur des Wohnhauses orientiert sich an der ansteigenden Hanglage: Zur Straßenseite präsentiert sich das Haus komplett mit zwei Vollgeschossen und Dachgeschoss, auf der Hangseite mit einem Vollgeschoss und Dachgeschoss. Auf dieser Seite schließt zudem ein großer Garten an, der mit seinem imposanten, nahezu 50 Jahre alten Baum- und Pflanzenbestand wie ein kleiner Park wirkt.

Obwohl die nach wie vor gute Bausubstanz die Modernisierung erheblich erleichtert hat, ließen sich relevante bauliche Eingriffe nicht vermeiden. Das Haus erhielt ein neues Dach, neue Isolierverglasungen und erstmalig eine Fassadendämmung. Innen wurden in Teilbereichen Decken und Wände entfernt, um die Raumaufteilung an die persönlichen Ansprüche der neuen Bewohner anzupassen. Der heutige Grundriss ist als Folge teils offener Räume um die zentral liegende, einläufige Treppe konzipiert. Lebensmittelpunkt ist die Gartenebene, auf der Koch-, Ess- und Wohnbereich fließend ineinander übergehen. Ein weiteres Highlight dieses Raumes ist der Kamin an der Wand des Treppenhauses, der in ein Möbelstück, das nach den Entwürfen der Architekten angefertigt wurde, integriert wurde und so zum wohnlichen Raumgefühl beiträgt. Das Öffnen der Decke bis unter das Dach schafft in dieser Ebene eine neue Großzügigkeit und spannungsvolle Sichtverbindungen. Die Wirkung wird durch Oberlichter unterstrichen, die das Tageslicht bis tief in die Wohnebene leiten. Der Einschnitt ins Haus mit komplett verglasten Fenstern verbindet den Wohnraum ebenerdig mit dem angrenzenden Garten und bildet einen introvertierten, überdachten kleinen Außenbereich, der Schutz vor Sonne, Regen und Einblicken bietet. Alle drei Ebenen werden maßgeblich bestimmt durch weiße Wände und einen durchgehenden Parkettboden. Lediglich eine Wand ist bis unters Dach mit einem hellen grau-blauen Farbton versehen und bildet einen angenehmen Kontrast in dem ansonsten zurückhaltenden Farbkonzept. Der Umbau hat sich in jeder Hinsicht gelohnt und ist ein Beispiel dafür, wie ein scheinbar veralteter Bestandsbau zu neuem Leben erweckt werden kann.

www.schleicher-ragaller.de

Architekten: schleicher.ragaller www.schleicher-ragaller.de Fotos: Zooey Braun... mehr

Architekten:

schleicher.ragaller
www.schleicher-ragaller.de

Fotos:

Zooey Braun
www.zooeybraun.de