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ZOLLVEREINS ARCHITEKTEN

Gestalterische Konsequenz und Ästhetik

Das UNESCO-Welterbe Zollverein verkörpert gestalterische Konsequenz und Ästhetik als Folge... mehr
Das UNESCO-Welterbe Zollverein verkörpert gestalterische Konsequenz und Ästhetik als Folge technischen Fortschritts. Die Architekten, die Ende der 1920er Jahre die Gebäude von Zollverein Schacht XII entworfen und gebaut haben, Fritz Schupp und Martin Kremmer, stehen beispielhaft für diese Konsequenz. Angefangen von der Abteufung der ersten Schachtanlage bis heute ist Zollverein beispielhaft für die Entwicklung der Metropole Ruhr. Von den ersten Schritten zur Industrieregion bis zur Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 spiegelt das Welterbe die Region wider. Das 100 Hektar große Gelände steckt voller Geschichten, neuer Ideen, Möglichkeiten, Träume, Visionen, Kultur und Dynamik.

Nach 20 Jahren erfolgreicher, öffentlich getragener Entwicklung als Industriedenkmal, Architektur-, Kultur- und Tourismusstandort steht Zollverein vor der Weiterentwicklung als Immobilien- und Wirtschaftsstandort mit unternehmerischen Aktivitäten, privaten Nutzungsimpulsen und immobilienwirtschaftlichen Investitionen bei der Umnutzung von Beständen und der Vermarktung großer Neubauflächen im Bereich von Kokerei und Designstadt. Gleichzeitig bleibt die Aufgabe, das Welterbe Zollverein weiter touristisch, als Plattform für Kunst und Kultur, und als Ort für Kreative auszubauen.

Die geordnete und kooperative Standortentwicklung durch die Hauptakteure Stiftung Zollverein und RAG MI orientiert sich an strategischen Leitlinien, um die städtebauliche Qualität des Weltkulturerbes zu sichern und den nördlichen Stadtteilen von Essen neue Impulse zu geben. Ein langer Weg, der in Etappen vollzogen wurde und immer noch wird. Die erste Phase fand im Rahmen der Internationalen Bauausstellung IBA Emscherpark statt (1989 bis 1999) und wurde mit der Realisierung des so genannten EU-Großprojekts auf der Grundlage des städtebaulichen Masterplans des Büros OMA von Rem Koolhaas fortgesetzt.

Koolhaas begriff Zollverein nicht als ehemaligen Industrieort, sondern als Stadt. Eine Stadt mit einem historischen Kern, einem Boulevard, einem Park, mit umgebenden Mauern und einem Umland. Eine Stadt, deren historischer Zeugnischarakter genauso wichtig ist wie ihre dynamische Entwicklung. Rem Koolhaas ist nicht der einzige renommierte Architekt, der sich deutlich sichtbar mit Zollverein beschäftigt hat. Die Ausstellungsarchitektur des „red dot design museum“ von Lord Norman Foster im ehemaligen Kesselhaus und der 34 Meter hohe Sichtbetonkubus als größtes neues Gebäude auf Zollverein ist von dem japanischen Büro SANAA entworfen worden, die Innen- und Ausstellungsarchitektur der Kohlenwäsche von dem Stuttgarter Büro Merz – das Gesamtkonzept der Sanierung und Nutzung der Kohlenwäsche geht ebenfalls auf die Arbeit von Rem Koolhaas zurück. Auch an die Architektur des zukünftigen Hotels und des Gebäudes für die Folkwang Universität der Künste, Fachbereich Gestaltung – beide auf Schacht 1/2/8 – werden besondere Erwartungen geknüpft. Die Entwicklung von Zollverein ist längst noch nicht abgeschlossen. Besonders die Kokerei Zollverein ist derzeit noch ein Rohdiamant. Derweilen werden unter anderem die Bestandsgebäude aufwändig hergerichtet, um dort die Voraussetzungen für den Ausbau, für Gewerbeansiedlungen und Veranstaltungen zu schaffen. Es werden einzigartige Immobilien entstehen, die durch ihren alten industriellen Charme bestechen und ein weiteres erfolgreiches Kapitel auf Zollverein schreiben werden.

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Frank Vinken
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