Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

MUSIK IM HOCHBUNKER

Umbau des Zentralmassivs in Bochum

Der ehemalige Hochbunker am Springerplatz in Bochum wurde 2008 von einem Privatmann aus Bochum... mehr
Der ehemalige Hochbunker am Springerplatz in Bochum wurde 2008 von einem Privatmann aus Bochum erworben. Als der Eigentümer zusammen mit dem Architekturbüro Stark Architekten aus Bochum die Konzeption im November 2008 startete, war die positive Entwicklung des Projektes nicht absehbar. Das Gebäude war über Jahrzehnte hinweg verkümmert und machte einen eher trostlosen Eindruck. Das Architekturbüro war da schon optimistischer und schlug vor, den Bunker neu zu nutzen bzw. zu überplanen und dem Gebäude so eine neue Identität zu geben. Dabei wurde zwischen 2009 bis 2010 eine ganze Reihe von Nutzungen angedacht und wieder verworfen. Im Dezember 2010 kam schließlich die rettende Idee: Durch Kontakt der Wirtschaftsförderung Bochum schlug man das Zentralmassiv dem weltweit agierenden SAE Institute vor, das darin einen attraktiven Standort sah. Wie nicht anders zu erwarten, war der Umbau mit großem Aufwand verbunden. So wurden über 300 Tonnen Stahlbeton aus dem Baukörper entfernt. Doch die Arbeit hat sich gelohnt. Über die Stadtgrenzen hinaus kann Bochum nun als Medienstandort mit dem SAE Institute punkten, in dem heute problemlos eine CD produziert werden kann. Seit November 2011 sind bereits 100 Studenten immatrikuliert. Das Gebäude stiftet Identität und wertet, neben den anderen Projekten im Quartier der Stadt Bochum, den Springerplatz enorm auf. Die neue Fassade des ehemaligen Hochbunkers erstrahlt hell und freundlich. Das Gebäude steht transparent und offen auf dem Springerplatz. Die Wärmedämmung an den Fensterlaibungen ist bewusst asymmetrisch angeordnet und verleiht dem Gebäude auf diese Weise Spannung. Der Putz selber ist unbehandelt und zeigt so klar an, dass es sich nicht um einen Neubau handelt. Die Eingangshalle beeindruckt mit knapp 6 Metern Deckenhöhe über zwei Etagen. Ab August 2012 startet der zweite Bauabschnitt des Projektes. Auf dem Dach des Gebäudes entstehen vier großzügige Wohnungen. Über den Dächern des Ruhrgebietes zu wohnen – das war der Wunsch des Bunkereigentümers und nun wird er Realität. Dabei steht die moderne Aufstockung bewusst im Kontrast zum massiven Betonkörper, der hier sozusagen als Fundament der neuen Bebauung dient. Wohnbebauung auf dem Dach des Zentralmassivs ist eine neue Bauaufgabe, der das Architekturbüro mit Freuden entgegensieht.

www.zentralmassiv.net
www.stark-design.net
Architekt: stark architektur Fotos: stark architektur mehr

Architekt:

stark architektur

Fotos:

stark architektur