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Maximale flexibilität

In die Zukunft ausgerichtete Raumlösungen im markanten Bochumer Innovationscampus

Auf dem Gelände des ehemaligen Opelwerks in Bochum entsteht derzeit der Technologiepark Mark... mehr

Auf dem Gelände des ehemaligen Opelwerks in Bochum entsteht derzeit der Technologiepark Mark 51°7. Das Bochumer Unternehmen innoCampus hat hier auf rund 1.300 m² ein Gebäude mit zirka 2.650 m² Büro- und Laborflächen für sieben Einheiten gebaut, die miteinander verknüpft werden können. Der Bauherr wurde in der Projektorganisation von Serenus Family Office unterstützt und hat einen Wettbewerb initiiert, den das Architekturbüro Studio Hölscher als Erstplatzierter für sich entscheiden konnte. Die technische Projektsteuerung übernahm die Koschany + Zimmer Projektentwicklung.  

Vom Kreisverkehr aus stellt der innoCampus einen der Kopfbauten dar, die den vorgelagerten Platz städtebaulich rahmen und den Übergang zum südwestlich gelegenen Quartiersplatz bilden. Geplant wurde ein viergeschossiger Baukörper, der sich selbstbewusst am Kreisverkehr darstellt. Die Fassade prägt ein umlaufendes Fensterband mit wechselnden Brüstungshöhen, die ein abwechslungsreiches und dynamisches Fassadenbild erzeugen. Die geschlossenen Fassadenbereiche wurden mit silbernen Aluminiumbändern ausgebildet. Farbige Akzente setzen orangene Flächen; die markante Farbe hebt den Eingangsbereich sowie die Loggien hervor. Gleichzeitig grenzt die Trespa-Fassade im Erdgeschoss die Garage und den außenliegenden Stellplatzbereich optisch von der Büronutzung ab. Eine weitere Besonderheit ist die Dachterrasse, die mit einer Pergola als Wetterschutz ausgestattet ist. Erschlossen wird das Gebäude barrierefrei von der Robert-Bosch-Straße aus. Über das Treppenhaus und den Aufzug können, dank des flexibel geplanten Nutzungskonzeptes, jeweils zwei Einheiten pro Etage erschlossen werden. Die Einheiten im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss sind zusätzlich über ein internes Treppenhaus verbunden. Bei wechselnden Anforderungen können umlaufend an allen Fassadenflächen Büroeinheiten unterschiedlichster Zuschnitte realisiert werden. Die Fassade ist so gerastert, dass nahezu überall Einzel-, Doppel- oder Open-Space-Büros, inklusive Kommunikationszonen mit natürlicher Belichtung, angeordnet werden können. Jede Büroseite erhält im Kernbereich einen eingestellten Block mit allen funktionalen Nebenräumen. Fachplaner entwickelten zudem konkret auf die Bedürfnisse der Mieter ausgerichtete technische Lösungen. So benötigte ein Mieter eine 165 m² große Laborfläche, in der mehrere Prüfstände und ein Auto Platz haben. Der Hohlraumboden mit ESD Belag macht es möglich, dass Fahrzeuge über einen separaten Zugang aus der erdgeschossigen Garage direkt in den Laborbereich fahren. Die Beheizung des Gebäudes erfolgt über akustisch wirksame Niedertemperatur-Heiz-Kühldeckensegel. Die Wärme- und Kälteversorgung ist über eine übergeordnete Quartierswärmepumpe geregelt, die mittels Grubenwasser einer alten Schachtanlage betrieben wird. Der innoCampus bietet technologieorientierten Unternehmen so ein ideales Umfeld, das Entwicklungen möglich macht und in dem der Campusgedanke gelebt werden kann.

www.k-z-p.de

www.studio-hoelscher.de

Fotos:

Philip Kistner
www.philipkistner.com

(Erschienen in CUBE Köln 04|23)