Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Kunstvolle Architektur

Industrie 4.0 – neue Firmenzentrale am Phoenix-See

Hochwertige Architektur, Kunst und maximale Funktionalität vereinen die neue microsonic... mehr
Hochwertige Architektur, Kunst und maximale Funktionalität vereinen die neue microsonic Firmenzentrale am Phoenix-See in Dortmund. Mit dem Entwurf für den Ultraschallsensorik-Spezialisten, der die Bereiche Forschung und Entwicklung, Verwaltung sowie Produktions- und Lagerstätte künftig unter einem Dach vereint, konnten sich die Architekturbüros plus 4930 aus Berlin und F&G Geddert aus Düsseldorf im Architektenwettbewerb durchsetzen.

Eine enge Verzahnung der Unternehmensprozesse, eine hohe Aufenthaltsqualität für die Mitarbeiter und die Berücksichtigung der Standort- und Unternehmensgeschichte waren Leitgedanken des Entwurfskonzeptes. So besteht die Fassade aus einer Kupferlegierung mit platinenartig gestanzten Kassetten und greift damit die Funktion des Gebäudes als Produktionsort für Hightech-Elektronik auf. In Zusammenarbeit mit dem Künstler Sebastian Freytag wurden Soundkassetten in die Fassade integriert. Mitarbeiter von microsonic haben Wortzyklen eingesprochen, die Begriffe zur Standortgeschichte, zur Umwidmung des Geländes, den Neubau und die Zukunft beinhalten. Ein von den Architekten entwickeltes Computerprogramm setzte diese in ein Lochmuster um. Die eingesprochenen Worte finden sich als Grafikelemente scheinbar zufällig eingestreut zwischen den sonst gleichmäßig gelochten Fassadenpaneelen wieder. Über die Soundinstallation können die grafischen Paneele rückübersetzt werden. Im Inneren verbindet ein Lichtturm als zentrales Element alle Bereiche über eine skulpturale Stahltreppe miteinander. Die Erschließungsbereiche verwandelten die Planer in Zusammenarbeit mit dem Innenarchitekturbüro Friedhelm Kuche 360 in besonders gestaltete Begegnungsräume mit Stehmeeting und Teeküche. An den südlichen Gebäudekanten erhielten sie jeweils Panoramaverglasungen über Eck, die einen Ausblick auf den See ermöglichen. Über eine weitläufige Terrasse im Obergeschoss sind die Flügel des Bereichs Forschung und Entwicklung miteinander verbunden, zugleich wird sie als Dachgarten genutzt. Die tragende Struktur des Gebäudes ist in Beton ausgeführt. Um an die industrielle Tradition des Standortes zu erinnern, wurde – abgesehen vom Eingangs- und Mitarbeiteraufenthaltsbereich – auf Sichtbetonklassifizierung verzichtet. Die Schwarzstahlflächen der Treppenkerne und des Lichtturms kontrastieren mit den Sichtbetonflächen. Durch die Oxidierung des Stahls entwickelt sich auf der 4,5 x 15 m großen Wand im Lichtturm ein faszinierendes Bild, das sich mit dem gestanzten und hinterleuchteten Bild der Schallkeule überlagert. „Mit seinem neuen Firmensitz ist microsonic als erstes Unternehmen am Standort Phoenix-See der Übergang zur Industrie 4.0 gelungen“, so Architekt J.H. Geddert.

www.geddert-architekten.de
www.p4930.de
www.friedhelmkuche360.de
Architekten: F&G Geddert www.p4930.de Innenarchitekten: Friedhelm Kuche 360... mehr

Architekten:

F&G Geddert
www.p4930.de

Innenarchitekten:

Friedhelm Kuche 360
www.friedhelmkuche360.de

Fotos:

Roland Borgmann
www.rolandborgmann.com