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Gut überbrückt!

Rad- und Fußgängerbrücke über die Segerothstraße in Essen

Dort, wo früher die Waggons der Rheinischen Bahn über die Segerothstraße fuhren, rollen heute... mehr
Dort, wo früher die Waggons der Rheinischen Bahn über die Segerothstraße fuhren, rollen heute Fahrräder und flanieren Fußgänger. Die Brücke über die Segerothstraße verbindet als markantes Bauwerk die Universitätsstandorte Essen und Duisburg.

Leicht und transparent wirkt die Brückenkonstruktion, die nicht nur die Wegeverbindung gestaltet. Auch der seitlich und darunter anschließende städtische Raum wird aufgewertet, der zuvor von einer breiten und dunklen Stahlkonstruktion geprägt war, die eine unwirtliche Unterführung überspannte. Das Kölner Architekturbüro Halfmann Architekten hat mit seinem Entwurf die Assoziation einer dunklen Eisenbahnüberführung ersetzt durch das Gefühl von lichtem Raum.

Der Rhythmus der Bahnschwellen wurde durch die Stahlrippen der Brückenkonstruktion abgelöst, von der die Lauf- und Fahrfläche der Brücke U-förmig umgriffen werden. Die seitlichen Profile der Rippen bilden zusammen mit diagonalen Rundrohren die Fachwerkträger der filigranen Brückenkonstruktion, die zur Reduzierung der Spannweite nur das eigentliche Straßenprofil überspannt und beidseitig auf auskragenden Betonelementen aufliegt.Die Brückenkonstruktion ist in Richtung der Straßenachse parallelogrammförmig verschoben. Für den Autofahrer ergibt sich dadurch eine hohe Transparenz, Fußgänger und Radfahrer erleben die dichte Reihung der Rippen als optisch geschlossenes und schützendes U. Zusätzlich zur Brückenkonstruktion wurden die Flanken und der Auftaktplatz des Universitätsviertels neu geordnet. Von Sichtbetonwandscheiben mit integrierten Leuchten begleitet, verknüpfen zwei Treppenanlagen den früheren Bahndamm mit dem Straßenniveau im Norden und Süden. Die Brücke besteht im Bereich der Widerlager aus beidseitigen massiven Stahlbetoneinfeldbalken mit anschließenden Kragarmen mit einer Kraglänge von ca. 4,50 m. Der tragende Querschnitt wird von den seitlichen Brüstungen mit der darunterliegenden Stahlbetonplatte gebildet, so dass die Querschnitte gemeinsam ein U bilden. Der eigentliche Stahlüberbau liegt auf diesen massiven Kragarmen auf. Das Tragwerk, entwickelt vom Ingenieurbüro für Tragwerksplanung „ifb frohloff staffa kühl ecker“, besteht aus einem Obergurt (der gleichzeitig den Handlauf bildet), einem Untergurt, Vertikalstäben und einer Schar von Diagonalzugstreben, die zusammen ein sich mehrfach überlagerndes Fachwerk bilden.

www.ifb-berlin.de
www.halfmann-architekten.de
Architekten Halfmann Architekten www.halfmann-architekten.de Tragwerksplanung ifb... mehr

Architekten

Halfmann Architekten
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Tragwerksplanung

ifb frohloff staffa kühl ecker
www.ifb-berlin.de

Fotos

Jörg Hempel
www.joerg-hempel.com