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An der Landschaft orientiert

Beim Umbau eines Luxusresorts wurde auf regionale und traditionelle Architektur geachtet

Zwischen dem Schwarzwald, dem Bodensee und der Schweiz gelegen, erbaute Karl Heinz Albrecht 1976... mehr

Zwischen dem Schwarzwald, dem Bodensee und der Schweiz gelegen, erbaute Karl Heinz Albrecht 1976 ein Golfhotel mit eigenem Platz. Über die Jahrzehnte wurde das Luxusresort stetig erweitert, mit dem Ergebnis, dass das Gebäudeensemble im Laufe der Zeit unübersichtlich wurde. 2014 schließlich sah man im Hotel „Der Öschberghof“ Handlungsbedarf und schrieb einen Wettbewerb für eine weitere Vergrößerung und Optimierung des Fünf-Sterne-Superior Golf- und Wellness-Resorts aus. Als Sieger ging das Münchner Büro Allmann Sattler Wappner Architekten hervor, das den Öschberghof drei Jahre lang bei laufendem Betrieb umbaute. Wichtige Kriterien waren dabei die Wertschätzung der regionalen und traditionellen Architektur und der behutsame Umgang mit den bestehenden Gebäuden sowie eine klare Strukturierung, die sich dem Nutzer unmittelbar erschließt.

Mit Abschluss des Umbaus bietet das Resort auf einer Gesamtfläche von 37.000 m² 126 Zimmer mit Blick in die reizvolle Landschaft, einen Spabereich mit Infinity-Außenpool, Saunen und einen großzügigen Fitnessbereich auf insgesamt 5.000 m² sowie einen 45-Loch-Golfplatz (!) mit eigener Golfakademie, überdachten Abschlagsplätzen und Indoor-Golfanlage. Hinzu kommen vier Restaurants, zwei Bars sowie ein Event- und Tagungsbereich. Das architektonische Konzept zitiert den Archetypus des Gehöfts aus einzelnen und in Gruppen stehenden Satteldachhäusern. Der Bestand des Hotels wurde entkernt, in seiner Kubatur reduziert und durch weitere in Lage und Höhe gestaffelte neue Baukörper ergänzt. Ihre Anordnung fügt sich so harmonisch in die Landschaft ein, dass die Gebäude fast mit ihrer Umgebung zu verschmelzen scheinen. Einen wesentlichen Teil der neuen Fassaden bilden Lochbleche, die tagsüber viel Licht in die Räume lassen und für reizvolle Ausblicke sorgen. Nachts wiederum dringt Licht nach außen und die Gebäude scheinen zu leuchten. Essenzieller Bestandteil des Entwurfs ist die Einbettung des Freiraums in das Gebäudeensemble: Haus und Terrasse fügen sich zu einer symbiotischen Einheit. Für die Außenanlagen wurden faktorgruen Landschaftsarchitekten aus Rottweil hinzugezogen. Die neue Struktur des Ensembles erlaubt eine einfache und unmittelbare Orientierung, da die Nutzungseinheiten der Gebäude klar konfiguriert und ablesbar sind. Als Zentrum und erster Anlaufpunkt dient das neu gestaltete Hauptgebäude mit Empfangshalle. Auch das Personal profitiert von der Neustrukturierung, die kurze Erschließungswege mit sich bringt und optimierte Abläufe erlaubt.

www.allmannsattlerwappner.de


Fotos:

Brigida González
www.brigidagonzalez.de

(Erschienen in CUBE Oberrhein/Baden 04|19)