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Wiedereröffnung The Architecture of Deception

Ausstellungstrilogie „The Architecture of“ im BNKR

BNKR – current reflections on art and architecture verlängert die Zusammenarbeit mit den renommierten Kuratoren Sam Bardaouil und Till Fellrath von artReoriented, die bis Ende 2021 eine Ausstellungsreihe mit Rahmenprogramm realisieren werden.
 
Als Trilogie konzipiert wird das Programm 2020/2021 mit dem Titel „The Architecture of“ drei, aufeinanderfolgende Ausstellungen umfassen, die jeweils die Verwerfungen und Umbrüche an der Schnittstelle von Kunst und Architektur thematisieren. Indem der Hochbunker als Gebäude dabei zum Ausgangspunkt erklärt wird, werden dessen Geschichte, die Veränderungen in seiner Architektur seit der Errichtung im Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart und schließlich die Nutzung als Wohngebäude verhandelt. Durch die Präsentation von Kunstwerken unterschiedlicher Medien, von Archivmaterial sowie von speziell für den BNKR geschaffenen Arbeiten, lädt The Architecture of den Betrachter ein, die Komplexität des Wahrnehmens auf physischer und psychologischer Ebene zu hinterfragen.

Die Trilogie besteht aus folgenden Ausstellungen:

Teil 1

The Architecture of Deception (9. September bis 20. Dezember 2020)

Derzeit im BNK zu sehen, thematisiert der Auftakt der Ausstellungsserie Illusionen und Täuschungen, die Erschaffung neuer Realitäten und das Verhältnis von Wahrheit und Fiktion.

Teil 2

The Architecture of Confinement (Februar bis Juli 2021)

Der zweite Ausstellungsteil widmet sich den Themen Schutz und Sicherheit, Gefangenschaft und Freiheit sowie dem Verhältnis von ‚außen‘ versus ‚innen‘.

Teil 3

The Architecture of Transformation (September bis Dezember 2021)

Der letzte Teil der Ausstellungsserie verhandelt Gentrifizierung sowie Niedergang und Neudefinition von Lebensräumen.

The Architecture of Deception

Neben Einzelausstellungen im Palais de Tokyo (Paris), in der Friche de la Belle de Mai (Marseille) und in der Hayward Gallery (London) präsentiert die in Marseille und Brüssel lebende Künstlerin Emmanuelle Lainé (* 1973) eine neue, ortsspezifische Auftragsarbeit, welche die Architektur der BNKR-Räume unmittelbar integriert. Entsprechend ihrer vielschichtigen Praxis arbeitet sie mit Fotografien und Objekten in komplexen Installationen, um die physische Erfahrung und Wahrnehmung der Bunkerarchitektur seitens der Besucher zu transformieren.

Das in Zürich lebende Künstlerduo Jojakim Cortis (* 1978) und Adrian Sonderegger (* 1980) wurde international in Institutionen wie Arter – art for space (Istanbul), Museum Folkwang (Essen) und Metropolitan Museum of Art (New York) ausgestellt. Für die Ausstellung im BNKR zeigen sie ausgewählte Fotoarbeiten aus ihrer Serie „Icons“, in der sie eine Reihe weltberühmter, historischer Bilder nachstellen, indem sie Bilder von Modellen aufnehmen, die diese Szenen nachbilden. Zusätzlich zu diesen Arbeiten präsentieren die Künstler erstmals eines ihrer Modelle als Teil einer immersiven Rauminstallation, die den Betrachter direkt in ihre Täuschungsmanöver einbezieht.

Der preisgekrönte, österreichische Fotograf Gregor Sailer (* 1980) hat den Einsatz von gefälschten Architekturmonumenten in einer Vielzahl von historischen und aktuellen, sozioökonomischen Kontexten untersucht. Eine Auswahl aus diesem Werk, das er in seinem wegweisenden Buch „The Potemkin Village“ veröffentlicht hat, wird im BNKR ausgestellt. Einige Fotografien werden als Tapeteninstallationen ausgeführt, um die visuelle Wahrnehmung der Galerieräume zu transformieren. Sailer’s Arbeiten wurden international in Museen wie dem Centre de la Photographie (Genf), der Albertina (Wien) und dem Germanischen Nationalmuseum (Nürnberg) sowie in einer Reihe von Fotofestivals wie Les Rencontres de la Photographie (Arles), Foto Forum (Bolzano) und dem Delhi Photo Festival ausgestellt.

Die Virtual Reality-Filme des Berliner The Swan Collective, initiiert von Felix Kraus, der an der Akademie in München studierte, wurden auf zahlreichen Filmfestivals wie LOOP (Barcelona), dem Toronto New Wave Film Festival und 2020 beim Sundance Film Festival (Utah) gezeigt. Ihre VR- und Mixed-Media-Installationen wurden in verschiedenen Institutionen präsentiert, darunter im KINDL-Zentrum für zeitgenössische Kunst (Berlin), im Kunstmuseum (Stuttgart) und im Centro Cultural Banco do Brasil (São Paulo). Für BNKR präsentieren sie eine Mixed-Media-Installation, die Elemente der physischen Realität des Kunstraums mit der virtuellen Welt des Films kombiniert, um den Betrachter auf eine Reise in sein Inneres zu entführen.

Nach „Staging Silence“ 1 und 2 zeigt der international bekannte Brüsseler Hans Op de Beeck (* 1969) mit „Staging Silence 3“ die dritte und letzte Folge einer Reihe von Filmen, in denen zwei Paare anonymer Hände zu sehen sind, die fiktive Interieurs und Landschaften auf einem Mini- Filmset konstruieren und dekonstruieren. Der Film nimmt den Betrachter mit auf eine visuelle Reise durch entvölkerte, melancholische, aber dennoch verspielte Orte, die vor dem Auge der Kamera auf- und abgebaut werden. Zum ersten Mal in der Serie enthält dieser Film auch klare Bezüge zu den lebensgroßen Skulpturen und eindringlichen Installationen von Op de Beeck’s Œuvre. Eine von den Bildern inspirierte Partitur, komponiert und aufgeführt vom Komponisten und Musiker Scanner (UK), begleitet den Film. Op de Beeck’s Arbeiten wurden sowohl in zahlreichen Kunstinstitutionen weltweit präsentiert u. a. Reina Sofia, Centre Pompidou und The Drawing Centre in New York als auch im Rahmen internationaler Kunstbiennalen wie die Venedig Biennale, Kochi-Muziris Biennale und die Singapore Biennale.

Die Ausstellung umfasst ebenso ausgewählte Skulpturen der in Berlin lebenden Künstlerin Bettina Pousttchi (* 1971), die aus Materialien hergestellt werden, die für die Konstruktion architektonischer Strukturen typisch sind. Keramiken spielen eine zentrale Rolle im Werk von Bettina Pousttchi. Bei ihrer Serie „Framework“ bilden Fotografien der Künstlerin von Fachwerkhäusern, die sie digital bearbeitet hat, den Ausgangspunkt. Die Fotos wurden in glasierten Ton übersetzt und erscheinen nun als abstraktes, ornamentales Muster, das zwischen architektonischem und skulpturalem Objekt changiert. Bettina Pousttchi’s Arbeiten wurden weltweit in renommierten Institutionen gezeigt und waren 2019 zeitgleich in der Berlinischen Galerie und dem KINDL Zentrum für zeitgenössische Kunst (Berlin) zu sehen.

www.bnkr.space

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