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Traumhaus im Hinterhof

Ein Nachverdichtungsprojekt das mehr ist als ein Lückenfüller

Man verliebt sich sofort in dieses Haus – wie auch die Besucherströme am Tag der offenen Tür... mehr

Man verliebt sich sofort in dieses Haus – wie auch die Besucherströme am Tag der offenen Tür bewiesen – das Haus war proppenvoll. Hier geht es um ein Einfamilienhaus, das als Nachverdichtung in einem Hinterhof im begehrten Glockenbachviertel entstand. Der Entwurf hat es in sich, er stammt, was die Architektur anlangt, vom auf Bauen im Bestand spezialisierten Büro bauphase architekten. Die Innenausstattung nahm die Eigentümerin Katja Steiger-Fahrenholz, die Innenarchitektin ist, selbst in die Hand.

In einem großzügigen Innenhof, der bisher mit Garagen zugebaut war, entstand ein raffiniert eingefügter Neubau dessen Farbe zunächst Aufsehen erregt: Er ist in einem tiefen Anthrazitton verputzt und hat eine geschwungene Silhouette, die dem Baukörper Eleganz verleiht. Die geschwungenen Außenwände ohne Ecken und Kanten lassen erst gar nicht das Gefühl aufkommen, es handle sich um einen massiven Klotz. Da das Gebäude mittig zurückspringt, verstärkt sich der filigrane Charakter des Hauses noch mehr. Zwei gestaffelte Terrassenflächen sind abgetreppt übereinander angeordnet – ein weiterer optischer Effekt der Reduktion von Masse an dieser Stelle.

Auf dem Garagensockel sitzt das zweigeschossige Wohnhaus. Zwei der fünf Garagen im Hof sind in das Erdgeschoss des Einfamilienhauses integriert. Kaum betritt man das Haus, sieht man durch eine riesige Glasscheibe zur Garage hin zwei Oldtimer, die hier ihr Quartier haben. So wird das Entree im Erdgeschoss optisch erweitert und wirkt wesentlich größer als es ist. Im ersten Obergeschoss liegt der großzügige Kochen-Essen-Wohnen-Bereich mit offenem Grundriss. Bei Bedarf kann der Raum mittels zweier großer Schiebeelemente, die in eine freistehende Wandscheibe integriert sind, unterteilt werden. Die große Terrasse schließt sich in süd-östlicher Richtung an. Hier hat man quasi ein weiteres Zimmer in der warmen Jahreszeit. Im Stockwerk darüber gibt es ein Schlafzimmer mit einer etwas kleineren Terrasse und ein Gästezimmer sowie die zugehörigen Bäder. Zwischen beiden Schlafräumen passt noch der offene Arbeitsplatz der Bauherrin. Eine Rohstahltreppe verbindet die Geschosse miteinander und öffnet sich trichterförmig nach oben – so gelangt Licht von oben durch ein rundes Oberlicht im Flachdach bis in die unteren Räume.

Last not least verdient die Innenraumausstattung eine besondere Betonung: Die Hausherrin hat ein Ambiente geschaffen, das sich durch erlesenen Retrogeschmack im Vintage-Stil hervorhebt. Rote Ohrensessel – der Design-Klassiker „das Ei“ von Fritz Hansen, wildgemusterte Tapeten oder farbig getünchte Wände, ein Badezimmer in Orangerot, offen sichtbare Massivholzdecken – ein wilder und origineller Mix, der so richtig Laune macht, sich hier aufzuhalten.

www.bauphase.eu

Fotos:

Johannes Müller

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