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Sieben Fragen an Jan Weiler

Freier Schriftsteller für Romane, Kolumnen, Hörspiele und Drehbücher

CUBE: Was ist Ihrer Ansicht nach zurzeit in München „talk of the town“? Jan Weiler: Die Lage... mehr
CUBE: Was ist Ihrer Ansicht nach zurzeit in München „talk of the town“?

Jan Weiler: Die Lage auf dem Wohnungsmarkt. Es ist absurd. Ich bekam neulich eine Wohnung angeboten, sie sollte 5.000 Euro Miete kosten. Die Maklerin fügte hinzu, dass der Vermieter von mir erwarte, dass ich zusätzlich die kompletten Renovierungs- und Instandsetzungskosten in Höhe von 120.000 Euro übernehmen sollte. Einfach so. Die hat sich nicht einmal geschämt.

Wo sind Ihre drei Lieblingsorte in München?

Unmöglich zu sagen, denn München ist ja schon Lieblingsort. Vielleicht: Bar Centrale, die Hackerbrücke bei Sonnenuntergang, die Isar.

Was war für Sie das letzte realisierte Architekturhighlight in der Stadt?

Die Allianz-Arena.

Was sollte in der Stadt noch passieren?/Was fehlt in der Stadt?

Es fehlt Diversität. Es fehlt der Mut zum Besonderen. Es fehlt eine stadtplanerische Idee für die Innenstadt, die über das rein konservatorische hinausgeht. München wird, was das angeht, leider langsam abgehängt.

Was ist Ihre persönliche Bausünde in München?

Dieses Lenbachgarten-Ghetto. Miese, wertlose Investoren-Architektur für Menschen ohne jeden Geschmack. Leider inzwischen typisch München.

Welches ist Ihr Lieblingsrestaurant?

Schwer zu sagen. Ich liebe das Tantris. Aber auch den total unprätentiösen Stil vom Broeding. Beides symbolisiert für mich München.

Wie sind Sie in der Stadt unterwegs?

Vor allem bin ich S-Bahnfahrer. Ich finde das Konzept der Stammstrecke genial. Leider ist sie inzwischen veraltet und zu störungsanfällig. Aber von der Idee her zwingend. Von mir aus könnte es auch noch eine dritte Stammstrecke sein. Und mehr U-Bahnen. Jeder, der ein Ticket im ÖPNV kauft, sollte zusätzlich kostenlos ein Fahrrad leihen können. Vielleicht bekommt man die Autos so aus der Stadt.

Herr Weiler, wir danken Ihnen für das Gespräch.


Zur Person:

Jan Weiler, geboren 1967 in Düsseldorf, besuchte die Deutsche Journalistenschule in München und arbeitete dann beim Süddeutsche Zeitung Magazin, zuletzt als Chefredakteur. Seit 2005 ist er freier Schriftsteller und verfasst vor allem Romane, Kolumnen, Hörspiele und Drehbücher und lebt in Oberbayern und Umbrien.

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