Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Schule macht Schule

Olchings neue Mittelschule mit viel Licht und Platz

Im unmittelbaren Einzugsbereich Münchens, in der in knapp einer halben Stunde erreichbaren,... mehr

Im unmittelbaren Einzugsbereich Münchens, in der in knapp einer halben Stunde erreichbaren, nordwestlich gelegenen Gemeinde Olching, steht auf dem ehemaligen Schwaigfeld seit drei Jahren ein Neubau einer Mittelschule.

Das Aachener Architekturbüro Hausmann konnte den Wettbewerb für sich entscheiden, weil es den knappen Etat einhielt und in seiner Vielseitigkeit den neuen zukunftsfähigen Lernkonzepten entsprach. Der Entwurf überzeugt in erster Linie durch die klare Gliederung in zwei Baukörper – dem Schulgebäude und der Sport- und Mehrzweckhalle. Trotz des großen Bauvolumens hat die Anlage eine erstaunliche Leichtigkeit – dies verdankt sie der üppigen Verwendung von Glas in den oberen Stockwerken und dem gläsernen Verbindungsgang zwischen den beiden Gebäuden. Auch die großen umgebenden Flächen, aufgeteilt in die Bereiche Vorplatz, Pausenfläche, Hartplatz und Rasenspielfeld tragen zum aufgelockerten Gesamteindruck bei. Vorbildlich gestaltet wurden diese Aufenthaltsorte im Freien von den Landschaftsarchitekten Latz und Partner aus Kranzberg. Der Vorplatz mit seinem Markierungssystem dient als zusätzlicher Parkplatz bei Veranstaltungen, aber die parallel auf das Schulgebäude zulaufenden Linien und Punkte verengen sich optisch zu einem auf den Eingang zulaufenden Band. Dies schafft eine Dynamik, die den markanten, zweigeschossigen Rücksprung des Eingangsbereichs noch deutlicher zum Ausdruck bringen. Die wie ein Vordach wirkende Auskragung über dem Eingang verlängert sich im Innern und wird zur Pausenhalle. Das gesamte Erdgeschoss ist eine offene Fläche. Es wird schon die Absicht deutlich, das Gebäude so vielfältig nutzbar wie möglich zu machen. Hier befindet sich der Essbereich der Ganztagseinrichtung, und für Veranstaltungen kann der Raum um den flexibel abgeteilten Musiksaal erweitert werden.

Im ersten Obergeschoss wird die große Fläche über der Eingangshalle zur flexiblen Lernzone und zum Freiarbeitsbereich, sowie zur Erschließungszone für Lernküche, Verwaltung, Lehrerräume und einen Naturwissenschaftsraum. Das obere, zweite Stockwerk erfüllt die Funktion, die man früher Klassenzimmer genannt hat und heute Lerncluster nennt. In insgesamt sechs solchen Clustern schließen sich je zwei „Lernzimmer“ und ein Gruppenraum zusammen. Durch die großen Fensterflächen und durch zusätzliche Oberlichter ist für ausreichend Helligkeit gesorgt. Die Innenwände sind aus Sichtbeton, quasi als robuster Kontrast zum Material Glas. Außen ist das Erdgeschoss mit großteiligen Stahlplatten verkleidet, wodurch es wie ein Sockelgeschoss wirkt, auf dem die leichteren Obergeschosse thronen. Die Mehrzweckhalle ist ebenfalls multifunktional nutzbar und verfügt für offizielle Anlässe über einen straßenseitigen Extraeingang. Ein ästhetisch ansprechendes Gebäudeensemble, das darüber hinaus noch durch die einladende Gestaltung der Außenflächen punktet.

www.hausmannarchitekten.de

Architekten: Hausmann www.hausmannarchitekten.de Landschaftsarchitekten: Latz + Partner... mehr

Architekten:

Hausmann
www.hausmannarchitekten.de

Landschaftsarchitekten:

Latz + Partner
www.latzundpartner.de

Fotos:

Brigida Gonzalés
www.brigidagonzalez.de