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Montagehochhaus wird Firmenzentrale

Ein achtgeschossiger Zweckbau erfuhr eine komplette Transformation

Früher wurden in dem achtgeschossigen Industriebau aus dem Jahr 1989 hauptsächlich Leiterplatten... mehr

Früher wurden in dem achtgeschossigen Industriebau aus dem Jahr 1989 hauptsächlich Leiterplatten bestückt, heute haben hier Chefs und Mitarbeiter einen neuen, repräsentativen Firmensitz: Das ehemalige Montagehochhaus des Rosenheimer Unternehmens Kathrein erfuhr durch Quest Architekten innerhalb von zwei Jahren ein komplettes Facelift.

 

Das Familienunternehmen ist einer der Weltmarktführer im Bereich Antennentechnik und blickt auf fast 100 Jahre Technologiegeschichte zurück: 1919 hatte der Firmengründer und Ingenieur Anton Kathrein hier mit einer kleinen Werkstatt begonnen – sein gleichnamiger Enkel hat nun, ganz dem Credo der Firma „unternehmerischer Weitblick, kluge Entscheidungen zur richtigen Zeit, kreative Wandlungsfähigkeit und mutige Beharrlichkeit“ folgend, einen repräsentativen Firmensitz geschaffen. Diese Umnutzung des in die Jahre gekommenen Gebäudes anstatt eines Abrisses und Neubaus war eine besondere Herausforderung an Architektur und Innenarchitektur. Das Gebäude wurde komplett entkernt und fit für die Zukunft gemacht: Neben der energetischen Sanierung und einem Komplettumbau entstand im obersten Geschoss eine repräsentative „Sky Lounge“. Wo ehemals Teile der Produktion stattfanden, sind seit der Fertigstellung im Februar 2017 die Geschäftsleitung und weitere Büros untergebracht. Das siebte Obergeschoss wurde neu gestaltet und sitzt nun als Herzstück des Gebäudes und symbolischem Ausblick in die Zukunft als weißer, auskragender Kubus des Unternehmens obenauf. Mit seiner bodentiefen Panoramafassade bietet die jetzige „Sky Lounge“ einen atemberaubenden Blick auf die Alpen und die Stadt Rosenheim und beherbergt Seminar- und Tagungsräume. Die Büros in den Etagen eins bis sechs wurden vom Inhaber und der Geschäftsleitung sowie von Mitarbeitern aus dem administrativen Bereich bezogen. Das Erdgeschoss dient als Showroom, im achten Obergeschoss wurde ein Großteil der Haustechnik untergebracht. Für den gesamten Innenraum entwarfen Quest Architekten ein neues Design – angelehnt an die Struktur von Leiterplatten als thematischer Bestandteil des Technologieunternehmens. Die HPL Kupfer-Wandbekleidungen von Dekodur, Teppiche von Object Carpet, Vorhänge und Sichtschutzrollos von Création Baumann sowie Pendelleuchten von Tom Dixon und diverse Möbel von Walter Knoll, Vitra und Arper verbinden sich zu einem modernen und futuristisch angehauchten Ganzen. Dazu machen Blendschutzrollos, Deckensysteme, Kühl- und Akustikdecken sowie dekorative Segel das neue technische „Outfit“ des Gebäudes perfekt.

 

www.questarchitekten.de

Architektur: Quest Architekten www.questarchitekten.de Fotos: © Claus Rammel mehr

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Fotos:
© Claus Rammel