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Gebäude holt Gold

Architekturbüro entwickelt einen nachhaltigen und flexiblen Bürokomplex

Maximale Flexibilität, ein hoher Qualitäts­standard und Nutzungskomfort – das waren die... mehr
Maximale Flexibilität, ein hoher Qualitäts­standard und Nutzungskomfort – das waren die Anforderungen, die ICADE, eine der größten französischen Immobilienfirmen, an das neue Bürogebäude stellte. Darüber hinaus war es der Immobilienfirma wichtig, dass die Leitidee der Nachhaltigkeit konsequent umgesetzt werden sollte. Hohe Anforderungen, die das beauftragte Architekturbüro so konsequent erfüllte, dass es von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen mit Gold belohnt wurde.

Überzeugen konnte dabei neben der Fernwärme, einer optimierten Wärmedämmung und -rückgewinnung vor allem die Gebäudeautomation, die eine äußerst hohe Energieeffizienz bringt. So wird zum Beispiel die Bürobeleuchtung automatisch nutzungs- und tageslichtabhängig gesteuert, wobei eine Optimierung mit der Stellung der lichtlenkenden Sonnenschutzlamelle integriert ist, die in den heißen Monaten auch den sommerlichen Wärmeeintrag minimiert.

Das Baurecht auf dem Areal MK 9 war im Bebauungsplan mit einem monolithischen Baublock mit einer Bruttogesamtfläche von 47.000 m2 ausgewiesen. „Die Aufgabe für das städtebauliche Konzept lautete, diesen Block in kleinere Einheiten aufzuteilen, die nacheinander oder gleichzeitig realisierbar waren“, erklärt der Architekt Rolf Ganzer. „Dabei war ein Angebot von Größen und Kombinationsmöglichkeiten gefragt, die ein möglichst breites Spektrum von potentiellen Nutzern ansprechen.“

Da für Haus 1 bereits ein Mieter gewonnen werden konnte, waren Lage und Größe des ersten Bausteins bereits festgelegt. Generell mussten die Baumassen und Freiräume so gruppiert und angeordnet werden, dass eine möglichst gute Vernetzung des Ensembles mit der örtlichen Situation entsteht. Gelungen ist dies unter anderem durch den gemeinsamen Vorplatz mit der Mercedes-Niederlassung, dem anschließenden Durchgang Richtung Arnulfpark und der Aufnahme der zukünftigen Wegverbindung zum neuen S-Bahn-Zugang.

Die Bürogeschosse verfügen über jeweils 2.500 m2, die in acht Nutzungseinheiten unterteilt sind. Um dem Wunsch nach Flexibilität gerecht zu werden, wurde auf tragende Wände verzichtet, sodass die Etagen ganz nach Bedarf in Zellen-, Kombi- und Großraumbüros eingeteilt werden können. Dabei bestehen die Unterteilungen ausschließlich aus versetzbaren Wandelementen, wobei alle parallel zur Fassade stehenden Wände voll verglast sind. Ein architektonischer Schachzug, der gemeinsam mit den eingesetzten Lichtlenklamellen dafür sorgt, dass auch die Innenzonen eine vom Tageslicht und großzügigen Durchblicken geprägte Atmosphäre aufweisen.

Ein sehr differenziert gestaltetes Innenleben mit zwei Innenhöfen, Foyers und einer zweigeschossigen Eingangshalle gibt dem Erd- und ersten Obergeschoss eine hohe Aufenthaltsqualität. Bei der Außenfassade der Obergeschosse handelt es sich um eine präzise, geometrische Stapelung von rund 800 Kastenfenstern, die im Wechsel mit einschaligen, festverglasten Flächen angeordnet sind. „Bei Dunkelheit präsentiert sich die Fassade als Spielfläche für ein Lichtkunstwerk von Francois Migeon“, so Ganzer. „Weiße Lichtakzente und eine indirekte farbige LED-Beleuchtung mit langsam changierenden Farbtönen in den Glaskästen bieten den Passanten ein mit viel Gefühl inszeniertes Schauspiel.“

www.ghu-architekten.de
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Architekten Ganzer Hajek Unterholzner
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Werner Huthmacher
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