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Ein leuchtendes Beispiel

Stadtbildprägende ADAC-Zentrale mit umweltfreundlicher LED-Beleuchtung

Der ADAC hatte 2003 sein 100-jähriges Bestehen zum Anlass genommen, ein neues Gebäude zu planen,... mehr
Der ADAC hatte 2003 sein 100-jähriges Bestehen zum Anlass genommen, ein neues Gebäude zu planen, in dem wieder alle Mitarbeiter, die bis zu diesem Zeitpunkt über sieben Standorte verteilt waren, unter einem Dach vereint sind. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden neun renommierte Architekturbüros eingeladen, an einem Wettbewerb teilzunehmen und ihre Entwürfe einzureichen. Schon bald fiel die Wahl der Jury auf das Konzept des Berliner Architektenbüros Sauerbruch Hutton, das der Forderung des ADAC entsprach, einen Neubau zu schaffen, der „seine Bedeutung am Standort München signalisiert und genügend Raum für alle Mitarbeiter an einem Standort bietet“. Nachdem am 16. April 2007 der Grundstein des neuen Gebäudes gelegt wurde, konnte am 22. März 2012 die feierliche Einweihung der neuen ADAC-Zentrale stattfinden, die auf knapp 130.000 m2 Raum für etwa 2.500 Arbeitsplätze bietet.

Der imposante Neubau besteht aus einem fünfgeschossigen Sockelbau, auf dem ein 18-geschossiges Hochhaus gesetzt ist. Hier befinden sich neben den nötigen Arbeitsplätzen einen Schulungs- und Konferenzbereich, ein Casino, eine Cafeteria, eine Druckerei, ein Rechenzentrum, einen Lettershop, eine Packerei, einen großen Ladehof, eine Parkgarage mit 1000 Stellplätzen sowie eine Veranstaltungsfläche. Das Konzept sieht für die Mitarbeiter mobile Arbeitsplätze mit flexibler Gestaltung in hellen und großzügigen Büros vor. Mit der Nutzung von Photovoltaik, Geothermie und Fernwärme entspricht das Energiekonzept des Gebäudes dem modernen Charakter der Architektur, der sich vor allem in der abwechslungsreichen Fassade widerspiegelt.
Dabei bleibt die Grundfarbe stets dieselbe, die Abwechslung der einheitlichen Fassade wird lediglich durch die Farbnuancen der Fenster erreicht.
 Doch nicht nur die Außenfassade weist einen besonderen Farbstil auf, auch im Inneren des Gebäudes wurde ein modernes Farbkonzept konsequent durchgezogen. So weisen die Kennzeichnungen und Beschriftungen eines jeden der sechs Bauteile eine eigene Farbe auf, wodurch eine bessere Orientierung für Mitarbeiter und Besucher ermöglicht wird. Architektonisch und statisch interessant ist die Auskragung an der Gebäuderückseite. Dort ragt der Turm acht Meter weit über den 16 Meter hohen Sockelbau hinaus und bildet, wie der Bug eines Schiffes, einen Bogen nach außen. Die Last des Turmvorsprungs wird mit Hilfe von zwei Reihen Betonpfeilern, die sich bis in den neunten Stock des Turms ziehen, auf den Sockelbau und damit auf das Fundament übertragen.

Die avantgardistische Architektursprache des Gebäude-Ensembles wird durch die Beleuchtung der Büros mit LED-Leuchten zusätzlich unterstrichen. Insgesamt 3.700 LED-Leuchten montierten die Mitarbeiter der Nimbus-Group im neuen ADAC-Gebäude München. „Ein Gebäude dieser Größenordnung mit Beleuchtung auszustatten, war eine spannende Herausforderung für uns“, so Stefan Huml, Vertriebsleiter der Nimbus Group in Stuttgart. „Schon damals im Jahr 2006, als wir erstmals vom Projekt hörten, verfolgten wir unsere große Vision: Gebäude durch langlebige LED-Leuchten noch energieeffizienter zu gestalten.“ Und so erweckte die LED-Gesamtlösung in den Bewerbungsunterlagen die Neugier des Bauherrn, die den Auftrag der Lichtkonzeption Ende 2010 an die Nimbus Group vergaben.

Als der Auftrag in greifbare Nähe rückte, begann bei der Nimbus Group eine hoch konzentrierte Planungsphase, um die Umsetzung dieses Großprojekts optimal zu gestalten. Gleichzeitig arbeitete die Design-Abteilung intensiv an einer noch effizienteren LED-Arbeitsplatzleuchte, die passgenau auf den Bedarf des ADAC-Neubaus abgestimmt ist. Die LED-Leuchten haben einen Anteil an indirektem Licht, der vom Facility-Management mithilfe einer DALI-Steuerung zentral über ein BUS-System bedient wird. Damit besteht zu jeder Zeit eine Grundbeleuchtung, die zugleich eine Aufhellung der riesigen Glasfassaden mit sich bringt und zur Aufwertung des Stadtbilds beiträgt. Die LED-Leuchten für die ADAC-Zentrale waren Anfang 2011 fertig entwickelt und ausgewählt. Mehr als 2700 Office Air LED Stehleuchten erhellen die Büro-Arbeitsplätze genau und nur dann, wenn der Mitarbeiter am Schreibtisch Platz genommen hat.
ADAC-Präsident Peter Meyer betont, dass der Club mit dem neuen Gebäude ein städtebauliches Signal setzen wolle: „Von Anfang an wollten wir ein Bauwerk schaffen, das nicht nur die Silhouette Münchens stark mitbestimmt, es sollte auch eine hoch innovative und zeitgemäße Arbeitswelt bieten“, so Meyer. Eine Vision, die gelungen scheint.

www.adac.de
www.nimbus-group.com
www.sauerbruchhutton.de
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