Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Annäherung an August Exter

Ein Reihenendhaus in Obermenzing wurde außen wie innen komplett revitalisiert

Den früheren „Zustand“ dieses Obermenzinger Reihenendhauses aus dem Jahr 1964 will man lieber... mehr

Den früheren „Zustand“ dieses Obermenzinger Reihenendhauses aus dem Jahr 1964 will man lieber nicht so genau wissen, aber so viel sei gesagt: Eine seit Kriegstagen bestehende Lücke im Siedlungsbestand in der Nähe der Alten Allee wurde Mitte der 1960er-Jahre mit vier Reihenhäusern mit hoher Standardisierung in Grundriss und Bauart, aber ohne jede Individualisierung geschlossen – und dann über Jahre „saniert“: Kunststofffenster, Faserzementplatten am Giebel, Vordächer und im Inneren viele Accessoires aus dem Baumarkt-Fundus.

Gar nicht im Sinne des Siedlungsarchitekten August Exter, der hier ab 1892 seine Idee einer „Villen-Colonie“ für den „gehobenen Mittelstand“ umsetzte. Er entwarf zwar ebenfalls Häuser mit standardisiertem Grundriss und Bauart. „Aber jedes hat ein individuelles Erscheinungsbild, mit großem Reichtum im Detail und fast liebevoller Ausführungsqualität“, so die Innenarchitektin Anne Prestel, die 2015 mit ihrem Mann das eingangs erwähnte Reihenendhaus erwarb und grundlegend revitalisierte. Ganz im Sinne einer Rückbesinnung auf den hochwertigen, städtebaulichen Kontext, als auch zugunsten zeitgemäßer Wohnstandards inklusive eines energiesparenden Konzepts. Die Planung übernahm sie selbst – zusammen mit dem Münchner Architekt Norbert Weickenmeier vom Büro Weickenmeier, Kunz + Partner. Das Dach wurde erneuert und eine Gaube eingesetzt – mit neu angeordneten Dachfenstern und einem neuen Fenster in der Giebelwand entstand hier ein wunderbar heller Raum zum Arbeiten und Musizieren. Über eine neue schlanke Spindeltreppe aus schwarzem Stahl ist er bequem zugänglich. Alle Außenwände erhielten ein Wärmedämmverbund-System, die alten Kunststofffenster und -türen wurden durch neue in Eiche ersetzt. Auch im Inneren erhielt das Haus einen völlig neuen Look. Die frühere Klein-Räumlichkeit im Erdgeschoss ist verschwunden – Diele, Küche, Essen und Wohnen gehen ineinander über und sind noch dazu mit den Gartenflächen im Süden und Westen verzahnt. „Tschüss Baumarkt“ hieß es beim Material- und Farbkonzept, das ganz auf Reduktion und Qualität setzt: Weiß pigmentiertes Eichenholz für Fenster, Türen, Schiebeläden und alle Fußböden, dazu glänzend schwarz gestricher Stahl in Form runder Stahlstützen und IPE-Trägern sowie weißer Putz. Dazu kombinierte die Innenarchitektin farbige Akzente, etwa ein warmes Gelb als Element in den Einbauschränken oder an Wänden im Obergeschoss. Die Einbaumöbel wie das große Bücherregal sowie die umlaufende Sitzbank im Wohnzimmer greifen die Materialwelt aus Eiche und Weiß wieder auf und schaffen eine helle und behagliche Atmosphäre. Mit seinem völlig neuen Erscheinungsbild ist das Reihenhaus nun nicht nur ein stilvolles Familiendomizil, sondern ein vollwertiges, zeitgemäßes „Mitglied“ der umgebenden, traditionellen „Villen-Colonie“ geworden.

www.anneprestel-innenarchitektur.de

Innenarchitekten: Anne Prestel www.anneprestel-innenarchitektur.de WDVS: Rebl... mehr

Innenarchitekten:

Anne Prestel
www.anneprestel-innenarchitektur.de

WDVS:

Rebl Malereibetrieb
www.rebl.de

Zimmerer:

Systembau Beicht
Telefon: 08137-5380353

Estrich:

Unger Estriche
www.unger-firmengruppe.de

Fenster-Holz:

Eiblmeier
www.eiblmeier.de

Sonnenschutz:

Meuvo Öko Technik
www.meuvo.de

Trockenbau:

TM Ausbau
www.tm-gruppe.eu

Schlosser:

Stahl- und Metallbau Walter Schmid
www.stahl-metallbau-schmid.eu

Maler:

Knapp
www.knappmalerei.de

Außenanlagen:

Haderstorfer – Garten-, Landschaft- und Sportplatzbau
www.haderstorfer.de

Parkett:

Bembé Parkett
www.bembe.de

Innenausbau, Möblierung:

Gleißner
www.gleissner-gmbh.com

Sanitär:

harthauß & primavera
sanitär-heizung-solar.com

Fotos:

S. Müller-Naumann
www.architektur-fotograf-muenchen.de