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Weiterbauen

Umbau und Sanierung geben dem Bestandsgebäude ein ganz neues Gesicht

Das zweigeschossige Haus in Teuchern im Burgenlandkreis wurde um 1900 erbaut, hat aber durch... mehr

Das zweigeschossige Haus in Teuchern im Burgenlandkreis wurde um 1900 erbaut, hat aber durch spätere Umbauten und Vereinfachungen seine ursprüngliche Gestalt verloren. Das Architekturbüro denkenbauenwohnen wurde beauftragt, das Gebäude in ein modernes Zweigenerationenhaus umzugestalten und energetisch zu sanieren. Die besondere Herausforderung bestand darin, sowohl die überkommenen Grundrisse zeitgemäß anzupassen als auch die bau­seitigen Schäden zu beheben. Außerdem sollte die gesamte Baumaßnahme mit einem begrenzten Budget realisiert werden. Im Erdgeschoss wurde eine altersgerechte Wohnung geschaffen. Die zweite Wohneinheit ist die Hauptwohnung und entstand durch die Zusammenfassung von Ober- und Dachgeschoss. Dabei wurde die Dachgeometrie teilweise geändert, um mehr Großzügigkeit zu erhalten.

Seine prägnante, eindeutig heutige Gestalt gewinnt das Haus durch die neue Außenhülle. Das einheitlich dunkle Material erstreckt sich bündig und gleichmäßig über Dach und Außenwände. Die Faserzementplatten (Eternit) verstärken den skulpturalen Charakter des Baukörpers. Ein Handwerksbetrieb bekleidete Dach und Fassade, was sich kostensparend auswirkte. Ganz bewusst haben die Architekten eine hinterlüftete, vorgehängte Fassade gewählt, da diese nachhaltiger als ein Wärmedämmverbundsystem ist. Das Gebäude mit insgesamt 250 m² Wohnfläche verfügt über eine kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und wird über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe beheizt. So erreicht es den KfW-Effizienzhaus 55 Standard.

Die besondere Anmutung des Hauses wird auch durch die Öffnungen bestimmt. Die Fenster des dänischen Herstellers Velfac öffnen nach außen und sind deshalb für einen fassadenbündigen Einbau besonders gut geeignet. Die exakte Platzierung der Fenster schafft attraktive Lichtsituationen und die beste Ausleuchtung für die unterschiedlichen Wohnbereiche. Jeder Raum erhielt ein individuelles Fenster, das auf den jeweiligen Ausblick in den Außenraum reagiert. Ein großzügiges Oberlicht beleuchtet und betont den über beide Geschosse offenen Erschließungskern der Hauptwohnung. Der Umbau und die Sanierung haben das Bestandsgebäude in seiner inneren Struktur und äußeren Erscheinung umgeformt. Dabei wurde die vorhandene Substanz und die Gebäudegeometrie so weit wie möglich genutzt, aber dennoch ist ein ganz neues Haus entstanden, das sich zwar in den Proportionen in die benachbarte Bebauung einfügt, aber mit seiner konsequent alles überziehenden Hülle zeitgemäß und selbstbewusst in Erscheinung tritt.

www.denkenbauenwohnen.de

Fotos:

Bernhard Tatter

(Erschienen in CUBE Leipzig 02|21)

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