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Zukunft mit Herkunft

Umbau eines Getreidespeichers und einer Lagerhalle in ein Bürogebäude

Dass überzeugende Lösungen oft aus der Spannung eines Gegensatzes entstehen, zeigt sich an diesem... mehr
Dass überzeugende Lösungen oft aus der Spannung eines Gegensatzes entstehen, zeigt sich an diesem 2013 fertiggestellten Projekt und dem Nebeneinander von Alt und Neu.

Das Busunternehmen Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) mit Niederlassungen in der Region benötigte für den Betriebshof in Meckenheim weitere Büro- und Lagerflächen. Der Projektsteuerer sprach sich für den Erhalt des ehemaligen Getreidespeichers aus; mit der Generalplanung beauftragt wurden BauWerkStadt Architekten aus Bonn, die bereits zuvor einen anderen Getreidespeicher in Büros umgebaut hatten.

Neben üblichen Anforderungen an ein öffentliches Bürogebäude - eine Unterschreitung der Energieeinsparverordnung sowie Barrierefreiheit – bestand die Herausforderung insbesondere darin, den Turm und die Lagerhalle zu erhalten, umzubauen und mit neuen Flächen zu ergänzen. Die Architekten schlugen vor, auf die Lagerhalle eine weitere Etage aufzusetzen und sie mit einem dreigeschossigen Anbau zu erweitern, um auf 1.700 m² Fläche Platz für die RVK mit ihren 155 Mitarbeitern sowie für weitere kommunale Einrichtungen entstehen zu lassen. Sie überzeugten den Bauherren davon, die Kontraste zwischen Alt und Neu zur Leitidee zu machen, sie sichtbar werden zu lassen. Dass ihnen dies gelungen ist, zeigen die Bilder eindrucksvoll.

Schon in der Außenansicht wird das interessante Wechselspiel deutlich. Die neuen Gebäudeteile sind mit einer hellen Aluminiumfassade versehen; die bestehenden behalten den typischen Charakter eines roten Mauerwerksbaus. Durch die neue Einrahmung werden Turm und Lagerhalle stark akzentuiert und in ihrer Signalwirkung verstärkt. Man erkennt den Respekt, den Alt und Neu sich gegenseitig erweisen; die zuvor schon harmonischen Proportionen werden durch den Neubau bestätigt.

Auch im Inneren zeigt sich dieser respektvolle Umgang mit vorhandener Substanz. So wird die rohe Mauerwerkswand des Turms auch in der Fuge zwischen Alt und Neu erlebbar in Szene gesetzt, genau dort, wo Foyer und Treppenhaus mit ihrem ständigen Kommen und Gehen die höchste Aufmerksamkeit bieten.

Bauherr und Architekt demonstrieren, wie wichtig ihnen Herkunft ist, um Zukunft zu gestalten.

www.bauwerkstadt-bonn.de
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Tomas Riehle
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