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Nachbarschaft als Wert

Maßgeschneiderte Wohnungen für Stadtfamilien

Die Baugemeinschaft „Es lebe Sülz“ besteht aus elf Familien mit 22 Erwachsenen und 22 Kindern.... mehr

Die Baugemeinschaft „Es lebe Sülz“ besteht aus elf Familien mit 22 Erwachsenen und 22 Kindern. Die meisten sind seit vielen Jahren freundschaftlich, nachbarschaftlich oder auch hausgemeinschaftlich miteinander verbunden. Oft schon als Studenten nach Sülz gekommen, haben sie Freundschaften und Partnerschaften geschlossen, haben geheiratet und sind sesshaft geworden. Alle fühlen sich als Stadtfamilien, die das Stadtleben schätzen und lieben, sie wollten nicht wie viele Familien in vergleichbarer Situation an den Stadtrand oder aufs Land ziehen.

Mit der Möglichkeit, eines der Grundstücke auf dem ehemaligen Kinderheimgelände in Sülz als Baugemeinschaft zu erwerben, fiel der Startschuss, um die gemeinsamen Vorstellungen von bezahlbaren, individuell gestalteten Wohnungen angepasst an die sich wandelnden Bedürfnisse der Familien realistisch zu prüfen, kreativ zu konkretisieren und entschlossen zusammen mit den Architekten Burkard Dewey und Christine Muller umzusetzen. Das Projekt „Höfe im Hof“ soll als vitale Wohn- und Lebensform der Überzeugung Ausdruck verleihen, dass Stadtleben für Familien mit Kindern attraktiv ist und als nachhaltige Lebensplanung gelingt. Die nachbarschaftliche Gemeinschaft, auch über die Gruppe hinaus, ist Ausdruck des Selbstverständnisses der Gruppe als Stadtmenschen.

Das Konzept der „Höfe im Hof“ greift den für Sülz und die Kölner Innenstadt typischen, geschlossenen Baublock auf. In dessen Höfen entfaltet sich eine private und teilweise gemeinschaftliche Innenwelt. Die zumeist zweigeschossigen Wohnungen – entweder mit Garten oder Dachterrasse – sind maßgeschneidert für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Familien. Flexible Grundrisse passen sich der individuellen Lebensplanung der Bewohner an. Einige der Maisonette-Wohnungen erlauben eine spätere generationenübergreifende Nutzung als Basis für Kontinuität und Wandelbarkeit der Gruppe.

Städtische Nachbarschaft bei gleichzeitiger Eigenständigkeit der Wohnungen ist für die Baugruppe praktizierte Lebensform. Die Orientierung der Wohnungen sowohl zum Innenhof, der mit den drei Nachbargruppen geteilt wird, als auch zum Quartiersplatz garantiert den Bewohnern einen umfassenden nachbarschaftlichen Bezug. Die „Ausstülpungen“ der Wohnräume im Erdgeschoss bilden die privaten „Höfe im Hof“. Sie öffnen sich zu dem internen gemeinschaftlichen Gartenweg. Alle Wohnungen haben über die Treppenhäuser unmittelbar und barrierefrei Zugang zum Gemeinschaftsweg und zum Innenhof.

www.deweymuller.com

Architekten: Dewey Muller www.deweymuller.com Fotos: Jan Kraege www.jan-kraege.de mehr

Architekten:

Dewey Muller
www.deweymuller.com

Fotos:

Jan Kraege
www.jan-kraege.de