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In der Mitte die Familie

Das Haus als Interpretation und Verortung familiären Zusammenlebens

Dieses ungewöhnliche private Einfamilienhaus steht in Sankt Augustin-Hangelar, am Rande eines... mehr

Dieses ungewöhnliche private Einfamilienhaus steht in Sankt Augustin-Hangelar, am Rande eines von frei stehenden Ein- und Mehrfamilienhäusern geprägten, ruhigen und stark durchgrünten Ortsteils. Der Architekt Professor Uwe Schröder aus Bonn entwarf es für eine Familie.

Über eine leicht ansteigende Treppe mit abwechselndem Schrittmaß gelangt man zu dem erhöht und von der Straßenkante zurück liegenden Haus. Die Annäherung an das in reinem Weiß gehaltene Haus mit seinem auffälligen Portikus und dem nur leicht geneigten Satteldach lässt Assoziationen an ein sakrales Gebäude oder an einen klassischen Tempel aufkommen.

Das eingeschossige Wohnhaus ist auf einem kreuzförmigen Grundriss errichtet. Diese strenge Geometrie gibt den Funktionen im Inneren eine Ordnung und definiert gleichzeitig den umgebenden Außenraum. Im Schnittpunkt der vier Schenkel befindet sich als Keimzelle des Gebäudes wie auch des familiären Zusammenlebens der gemeinsame Wohnbereich der Familie: ein hoher quadratischer Zentralraum bildet die Mitte. Hier kommt man zusammen, von hier aus geht man in die angrenzenden privaten Wohnbereiche für Eltern und Kinder, die in den Schenkeln liegen. Zwischen dem Zentralraum und den privaten Räumen befinden sich offene Übergangszonen mit Zugängen zum Außen­bereich und vielen Freiheiten für eine Nutzung. Die gemeinschaftlichen und privaten Flächen sind durch hohe, geschlossene Wände abgetrennt, die nur durch jeweils eine hohe schlanke Tür den Durchgang gewähren. Zur südlich gelegenen Straße und dem Haus­eingang hin befindet sich die große Wohnküche, im Westen der Trakt für die Eltern, im Norden und Osten die Bereiche für die Kinder. Alle vier Schenkel haben an ihren Stirnseiten einen eigenen Zugang von außen, so dass die Bereiche auch autark betreten und verlassen werden können.

Durch die Kreuzform bilden sich im Außenraum vier Gartenhöfe zur gemeinschaftlichen oder auch individuellen Nutzung. Eine raumhohe Verglasung sorgt im Zusammenwirken mit der Geometrie der schlanken Mauerpfeiler, der Holzfenster und -türen für ein abwechslungsreiches Lichtspiel und öffnet viele Sichtbeziehungen; verbindet so den Außenraum mit dem Innenraum, lässt die Natur hinein.
Bauherr und Architekt erhielten 2014 die „Auszeichnung guter Bauten“ des BDA Bonn / Rhein-Sieg.

www.usarch.de

Architekt: Uwe Schröder Architekt www.usarch.de Fotos: Stefan Müller... mehr

Architekt:

Uwe Schröder Architekt
www.usarch.de

Fotos:

Stefan Müller

Schreinerarbeiten:

Bleialfer Schreinerwerkstätten Michels
www.michels-bleialf.de

Betonwerksteine:

Betonwerkstein Peter Eschenauer
www.betonsteinwerk-eschenauer.de

Zimmermann:

Treibholz Zimmerei
www.zimmerei-treibholz.de