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Farbe als Leitsystem

Umbau eines Reihenhauses in Bonn

In Bonn sollte ein Wohnhaus für eine sechsköpfige Familie umgebaut werden. Dabei handelte es sich... mehr
In Bonn sollte ein Wohnhaus für eine sechsköpfige Familie umgebaut werden. Dabei handelte es sich um ein zweiachsiges Townhouse, das der englischen Reihenhaustypologie entspricht und unter Denkmalschutz steht. Mit dem Umbau des Hauses verfolgte der Architekt Ludwig Heimbach vor allem das Ziel, einen eigenen Bereich für die Kinder sowie einen eigenen Bereich für die Eltern zu schaffen, um so den individuellen Bedürfnissen von Eltern und Kindern bestmöglich gerecht werden zu können. Mit dieser Idee konnte der Architekt die Bauherren begeistern.

Gemäß dieser Vorstellung wurde das bestehende Gebäude entlang eines Funktionsdiagramms im Jahr 2011 derart umgebaut, dass das flächenmäßig größte Geschoss – nämlich das erste Obergeschoss – in der Schnittmenge vom „Eltern-Bereich“ im Erdgeschoss und dem „Kinder-Haus“, das die zweite Etage und das Dachgeschoss umfasst, als Familiengeschoss fungiert. Durch die gewählte Aufteilung, welche die ursprüngliche Zonierung von öffentlich zu intim verändert, werden die Zwischengeschosse als Filter aktiviert. So dient das erste Zwischengeschoss, in dem die Garderobe sowie eine Toilette untergebracht sind, als Übergang zur „Familien-Ebene“ im Erdgeschoss. Hier befindet sich eine zweite Küche, die einen Übergang zum Garten bietet. Doch nicht nur von hier aus kann der Garten erreicht werden. Zusätzlich bieten dank einer inszenierten Terrassierung sowohl das Schlafzimmer als auch das in der Außenschicht positionierte Elternbad im Elterngeschoss die Möglichkeit, nach draußen in den heimischen Garten zu gelangen.

Die gesamte Farbgestaltung des umgebauten Hauses folgt der Idee einer Farbmodulation. So soll mindestens ein Farbton von einem Raum beziehungsweise einer Zone in den nächsten Raum übernommen werden und so quasi ein farbiges Leitsystem bieten, das mit der den Funktionen zugeordneten Lichtarten überlagert wird. Ausgangsunkt dieser Modulation ist die Fassadenfarbe, die, nach den im Haus erfahrenen modulatorischen Schritten, auf der Gartenseite wieder aufgenommen wird.

Der Garten wird als „Pleasureground“ á la Pückler-Muskau aufgefasst, der „die Gemächer in anderem Maßstab unter freiem Himmel fortsetzt“ und dies in der Formensprache des farbigen Leitsystems im Inneren des Gebäudes und in Fortsetzung des Verlaufs der architektonischen Gebäudeachse im Erdgeschoss zum Ausdruck bringt.

www.ludwig-heimbach.com
Innenarchitekten Ludwig Heimbach Architektur www.ludwig-heimbach.com Fotos Kay Fingerle... mehr

Innenarchitekten

Ludwig Heimbach Architektur
www.ludwig-heimbach.com

Fotos

Kay Fingerle
www.fingerle-woeste.de