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Einfach sauber schöner

Der neue Betriebshof der AWB in Kalk präsentiert sich als stimmiges Ensemble

Unabdingbare Voraussetzungen für ein funktionierendes städtisches Gemeinwesen sind die... mehr

Unabdingbare Voraussetzungen für ein funktionierendes städtisches Gemeinwesen sind die Müllentsorgung und die Straßenreinigung. Für eine noch effizientere Arbeit haben die Kölner Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) an einem neuen rechtsrheinischen Standort einen neuen Betriebshof erhalten. Die Bonner sgp Hachtel Bauer architekten konzipierten und realisierten dafür als Generalplaner in Arbeitsgemeinschaft mit Schüßler-Plan ein zentrales Verwaltungsgebäude, eine LKW-Werkstatt und eine Fahrzeughalle sowie weitere Verkehrs-, Lager- und Umschlagsflächen.  

Der bestehende, doch ziemlich in die Jahre gekommene Betriebshof der AWB an der Gießener-Straße musste nicht zuletzt wegen städtebaulicher Überlegungen zu einer Vergrößerung des Campus der FH-Köln geräumt werden. Aus Gründen der Effizienz der Fahrzeugbewegungen sollte der Betriebshof in zentraler Lage im Stadtgebiet auf der rechten Rheinseite bleiben. Daher entschied man sich dafür, den Standort auf ein Grundstück der ehemaligen Deutz-Werke an der Dillenburger Straße zu verlegen. Die Arbeitsgemeinschaft sgp Hachtel Bauer Architekten / Schüßler-Plan, die in dem VGF-Verfahren den ersten Platz belegte, überzeugte durch ihr Konzept, dem Betrieb Gesicht und Gestalt zu geben – bei gleichzeitiger Optimierung der funktionalen Arbeitsabläufe und der Arbeitseffizienz. Vor allem ging es darum, die spezifischen Nutzgebäude als zusammenhängende Einheit erlebbar zu machen. Entsprechend wurde darauf geachtet, dass sowohl die Detaillierung der Gebäude, als auch Maßstab, Material und Farbgebung einheitlich ausgeführt sind. Die Entscheidung für einfache Baukörper in dunkler Farbgebung folgt dem Leitmotto der Betriebe („Einfach sauber besser“) und bildet zugleich einen starken Kontrast zum grauen Asphalt des Hofes, den Fahrzeugen und dem oft grauen Kölner Wetter. Das Verwaltungsgebäude wurde als Stahlbetonskelettbau mit vorgehängter Aluminiumfassade errichtet. Nicht zuletzt auch wegen der gegenüberliegenden, historischen Industriebebauung der Kölner Deutz-Werke sollte eine der Umgebung und ihrem Baubestand unangemessene Wärmedämmverbundfassade vermieden werden. Bei den Hallen entschied man sich für eine Konstruktion aus Betonfertigteilen. Die Fassaden sind der harten körperlichen Arbeit entsprechend robust ausgebildet und wirken im Ausdruck technisch und industriell. Eine Ausnahme bildet das Gebäude für das Salzlager und den Winterdienst: Wegen der Korrosionsgefahr durch das eingelagerte Salz ist es ausschließlich aus Holz konstruiert und wurde auch in der Farbgebung variiert. In energetischer Hinsicht ist der Betriebshof an das Fernwärmenetz angeschlossen. Die großflächigen Hallendächer werden für PV genutzt; die hohe Flächenversiegelung wird durch die Versickerung des Niederschlagswassers in Rigolen kompensiert.

www.sgp-architekten.de

Fotos:

Andreas Wiese
www.fotografie-wiese.de

(Erschienen in CUBE Köln 03|23)