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Ein Reihenhaus, das aus der Reihe fällt

Umbau eines 60er-Jahre-Hauses in Rodenkirchen

Aus einem Reihenendhaus in Rodenkirchen aus den 60er Jahren und dem Wunsch dieses zeitgemäß zu... mehr

Aus einem Reihenendhaus in Rodenkirchen aus den 60er Jahren und dem Wunsch dieses zeitgemäß zu gestalten, ist in 2010/11 ein Sanierungsprojekt für das Büro DieckmannHartmann-Architektur + Speziallösungen geworden. Dabei lautetet der genaue Auftrag, den Charakter des vor 50 Jahren üblichen „Baucharmes“ neu zu interpretieren und dem Grundriss und somit der Wohnlichkeit des Hauses ein neues Gesicht zu geben. Gleichzeitig sollten bei der Kernsanierung die höchsten Ansprüche an architektonische Gestaltung, Haustechnik und Energieeffizienz erfüllt werden.

Gewünscht, geplant. Mit dem Ziel die Räumlichkeiten in einen neuen, modernen und großzügigen Kontext zueinander treten zu lassen, wurden zahlreiche Innenwände zurückgebaut und diverse Türöffnungen ausgeweitet. Dadurch konnte eine geschickte Lenkung des Tageslichts erreicht werden, sodass die natürliche Helligkeit auch die zuvor dunklen Ecken erreicht und sie attraktiv und wohnlich erscheinen lässt.

Das Beleuchtungskonzept unterstreicht das Zusammenspiel von Formen und Farben und unterstützt die architektonische Vorgabe, den zuvor eng und beklemmend wirkenden Räumlichkeiten, eine neue Großzügigkeit und Klarheit zu verleihen. Die Fassade im Erdgeschoss zur Gartenseite hin wird vollständig aufgelöst und erhält eine Glasfaltanlage, die im geöffneten Zustand den Wohnraum mit dem Außenraum zusammenführt.
Die Wohnfläche im Dachgeschoss ist mit der neuen, straßenseitigen Gaube vergrößert worden. Zugleich haben die anderen Räume im Dachgeschoss durch die bewusst sichtbare Dachkonstruktion und nicht zuletzt auch durch den Rückbau der Geschossdecke zum Dachboden zusätzlich an Qualität und Raum gewonnen. Ein großzügiger Wellnessbereich mit Whirpool und Luxus-Sauna unterstreicht darüber hinaus die Exklusivität des Innenausbaus. Ohne aufdringlich zu wirken, erhält das Dach eine anthrazitfarbene Aluminiumeindeckung, die einen gestalterischen Akzent in das von Einfamilienhäusern geprägte Umfeld in Rodenkirchen setzt.

Mit dem Energiekonzept – bestehend aus Solarkollektoren, Dreifach-Verglasung, einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und einer sehr hochwertigen Dämmung und Luftdichtigkeit der Gebäudehülle – erreicht das Haus einen Primärenergiebedarf von unter 60 kWh/m² und ist somit besonders Energie effizient.

Die wegen des WDVS erhöhte Laibungstiefe wurde durch Abschrägen der Laibungsflächen ein elementarer Bestandteil des Gestaltungskonzepts der Fassade. Damit bekommt der Charakter der lieblosen 50er Jahre Fassade ein neues Gesicht. Durch die unterschiedliche Farbgebung der Laibung, die sich im Farbspektrum der Dachfläche sowie der Fensterrahmen bewegt, wird eine Schattenwirkung und damit Tiefe suggeriert – selbst wenn die Sonne mal nicht scheint.

Das einzige, was in der Neuinterpretation des Hauses an seine Vergangenheit erinnern lässt, ist der rote Kunststoffhandlauf am Treppengeländer. Ein Klassiker der Architektur der 50er und 60er Jahre – und im Haus in Rodenkirchen ein klarer Hinweis auf das tatsächliche Alter des Gebäudes.

Architekten / Planung und Gestaltung:
www.dieckmannhartmann.de

Energetisches Konzept:
www.performative-architektur.de

Lichtplanung:
www.kreon.com

Fassaden- und Malerarbeiten:
www.schaffraneck.de

Dachdeckerarbeiten:
www.teccologne.de

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