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Das Carlswerk in Köln-Mülheim

Über 100 Jahre Firmen- und Baugeschichte

Ob der Kölner Drahtseil- und Kabelhersteller Felten & Guilleaume 1874 bei der Gründung seines... mehr
Ob der Kölner Drahtseil- und Kabelhersteller Felten & Guilleaume 1874 bei der Gründung seines rund 120.000 m2 großen Areals schon die Intuition besaß, dass über 100 Jahre später seine schlichten Backsteingebäude mal so begehrt sein werden, bleibt ein Geheimnis. Zunächst ist das Unternehmen bei seinen eigenen Zielen geblieben. Die ersten Verwaltungs- und Produktionsgebäude waren bald nicht mehr ausreichend. Über die Jahre, genauer gesagt im Zeitraum zwischen 1874 und 1984 wurde immer mehr Platz durch räumliche Expansion geschaffen. Dass diese architektonische Vielfalt große Möglichkeiten bietet, hat das Imobilienunternehmen Beos, das sich auf solche Bestandsimmobilien konzentriert, erkannt und im Jahr 2008 das Carlswerkquartier im Mülheim erworben.

Mit dem Leitmotiv „weiter denken“ hat Beos die über 20 Gebäude schrittweise zu effizienten und weiträumigen Bürolofts sowie flexiblen Hallen- und Lagerflächen für Gewerbe, Dienstleistung und Produktion und so zu einer gemischt genutzten Unternehmensimmobilie umgebaut. Das Konzept dahinter scheint einfach und selbstverständlich. Die vorhandene Bausubstanz wird aufgegriffen und behutsam an die Bedürfnisse der Mieter angepasst, wenn nötig wird kernsaniert. Bestehen und herausgearbeitet werden, sollten das markante Tragwerk, das farblich lebendige Mauerwerk oder die großen lichtdurchfluteten Fensterbögen- und bänder. Je nach Baujahr wurden die typischen Merkmale respektiert, so dass das gesamte Areal ein Gesamtkonzept erkennen lässt.

Besonders nachvollziehbar ist das unter den drei Giebeln der „Kupferhütte“, ein Highlight des Carlswerks, die auf 3.950 m2 Gesamtfläche heute Office-Lofts in Maisonette-Einheiten untergebracht haben. Die filigranen Dachtragwerkträger sollten auch nach der behutsamen Sanierung sichtbar bleiben und den Raumeindruck prägen. Die zweite Ebene, die Maisonette - Galerie wurde bewusst von der Fassade ferngehalten, um die Großzügigkeit der „Kupferhütte“, so gut es ging, zu erhalten. Beos hat hier gemeinsam mit dem Büro kister scheithauer gross architekten und stadtplaner die Altbausubstanz wieder zu ihrer Ursprünglichkeit zurückgeholt und behutsam unter Einbeziehung dezenter Farben und Materialien in die heutige Zeit geholt.

Bis 2015 sollen die gesamten Gebäude saniert und wieder belebt werden. Schon heute sind die Büro- und Gewerbeflächen in der Kreativ-, Medien- und Filmwirtschaft sowie in Verlagen, Kulturinstituten und der Gastronomie nicht mehr wegzudenken. Durch die Stahlkraft des Carlswerks hat sich der Stadtteil Mülheim gewandelt und entwickelt, und ein Ende ist nicht in Sicht. Ganz natürlich hat sich hier langsam ein lebendiges, urbanes und kreatives Stadtquartier entwickelt.

www.carlswerk.beos.net
www.ksg-architekten.info
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Frederic Lezmi
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