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Altes Haus mit neuer Ästhetik

Umfassender Umbau verdoppelt ursprüngliche Wohnfläche

Weiße Fassade, schwarzes Flachdach und dunkle Fenster- und Türenelemente – dass es sich bei... mehr

Weiße Fassade, schwarzes Flachdach und dunkle Fenster- und Türenelemente – dass es sich bei diesem Gebäude ursprünglich um ein einstöckiges Wohnhaus aus den 60er Jahren handelt, ist heute kaum noch auszumachen. Zu verdanken ist das einem umfassenden Umbau, den der Architekt und Künstler Vladimir Kuzmin in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Lau in Bonn durchführte. Gemeinsam konnte trotz des Diktats des bestehenden Gebäudes ein Domizil mit emotionalen und visuellen Lösungen entwickelt werden, das modernen Ansprüchen genügt.

Als erste Maßnahme stand eine teilweise Entkernung auf dem Programm, bevor mit einer räumlichen Veränderung begonnen werden konnte. Diese manifestiert sich vor allem in einer Verdoppelung der Wohnfläche. Statt wie bisher 100 m² umfasst die Wohnfläche des heute zweistöckigen Wohnhauses ganze 200 m². Dabei konnte das vorhandene Treppenhaus in das neue Ambiente integriert werden.

Um dem Haus einen repräsentativeren Zugang zu verleihen, wurde der Eingang, der sich ursprüng­lich an der Seite befand, zur Hauptfassade verlegt. Zugleich entschloss man sich, eine Terrassierung des Vorgartens durchzuführen, um den vier Meter hohen Niveauunterschied von der Straße zum Hauseingang auszugleichen. Dabei gestalteten die Architekten die Außentreppe zum Gebäude bewusst versetzt, wodurch verschiedene Perspektiven in der Ansicht auf Fassade und Außenanlage möglich sind.

Auf der Nordfassade bilden die schmalen hohen Fensterelemente einen attraktiven Kontrast zu den großen Wandflächen. Dank der einerseits kompakten, andererseits aber auch filigran erscheinenden Außentreppe wird die Wirkung dieses ansprechenden Spannungverhältnisses zusätzlich gesteigert. Ein weiterer Hingucker befindet sich auf der linken Seite vor der Fassade. Die Rede ist von dem ungewöhnlichen, freistehenden Regenfallrohr, das Elemente der Bildhauerei und des Industriedesigns in sich vereint.
„Eine besondere Herausforderung bei den Umbaumaßnahmen lag darin, eine überzeugende Lösung für die Aufhängung von Eingangstreppe und Balkon zu finden,“ erklärt der Architekt und Künstler Vladimir Kuzmin. So mussten die baulichen Gegebenheiten entsprechend berücksichtigt und eine Lösung entwickelt werden, die sowohl der Konstruktion als auch der Ästhetik gerecht wird. „Um dies zu erreichen, haben wir die Treppe und den Balkon mit Stahlstangen an die 16 m langen Dachbalken gehängt und mit Hilfe von Metallgelenken mit der Fassade verbunden. Auf diese Weise ist ein ungewöhnliches und zugleich ästhetisches Wohnobjekt in Forsbach entstanden,“ resümiert Kuzmin.

www.lau-architektur.com

Architektur: Lau Architektur www.lau-architektur.com Fotos: Margot Gottschling... mehr

Architektur:

Lau Architektur
www.lau-architektur.com

Fotos:

Margot Gottschling
www.mgottschling.de