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BDA Hamburg Architektur Preis 2018

Vorbildliche Architektur, die in den vergangenen zwei Jahren im Raum Hamburg entstanden ist, wird gewürdigt.

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Hamburg Süd © Klaus Frahm

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Gebrüder Heinemann © Marcus Bredt

Vorschau: Elbphilharmonie_1-C-Iwan_Baan_700pixel

Elbphilharmonie © Iwan Baan

Vorschau: Preisverleihung-C-Klaus-Knuffmann_700pixel

Preisverleihung © Klaus Knuffmann; Personen auf dem Foto von links nach rechts: Daniel Kinz, 1. Vorsitzender BDA Hamburg; Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Hamburg; Ascan Mergenthaler, Senior Partner Herzog & de Meuron, Basel; Berndt Röttger, Stellvertretender Chefredakteur Hamburger Abendblatt.

Am 6. Dezember 2018 wurde der BDA Hamburg Architektur Preis 2018 verliehen. Mit dem Architektur Preis möchte der BDA Hamburg vorbildliche Architektur, die in den vergangenen zwei Jahren im Raum Hamburg entstanden ist, würdigen und herausstellen sowie Qualitätsmaßstäbe in der zeitgenössischen Architektur setzen. Ausgezeichnet werden Architekten zusammen mit ihren Bauherren.

Aus 89 Bewerbungen der Baujahre 2016–2018 wählte die Jury drei gleichrangige Preise im 1. Preisrang, fünf gleichrangige Preise im 2. Preisrang, neun gleichrangige Preise im 3. Preisrang sowie 23 Bauten für eine Würdigung aus, die neben den Preisrängen zusätzlich in Katalog, Ausstellung und Internet dokumentiert werden. Außerdem nominierte sie acht Bauten für den Publikums Architektur Preis, den der BDA Hamburg gemeinsam mit der Tageszeitung Hamburger Abendblatt in einer zweiten Stufe vergibt.

Preisträger des BDA Hamburg Architektur Preises 2018
Die drei gleichrangigen BDA Hamburg Architektur Preise 2018 (1. Preisrang) gehen an folgende Architekturbüros und deren Bauherren für die Bauten:
1. Preis für die: Sanierung und Erweiterung Hamburg Süd Headquarters, Willy-Brandt-Straße 59-65, 20457 Hamburg-Altstadt
Bauaufgabe: Sanierung eines denkmalgeschützten Hochhauses mit Erweiterungsbau
Architekt: KSP Jürgen Engel Architekten, Braunschweig, Frankfurt/Main
Bauherrin: Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft KG, Hamburg

Jurybeurteilung: Eine energetische Sanierung kann das gefürchtete Ende herausragender Nachkriegsarchitektur bedeuten. Für den Sitz der Reederei Hamburg Süd war es das zum Glück nicht. Die Architekten der Sanierung haben sich vorbildlich an den Gestaltungsmerkmalen der Hamburger Architekturikone orientiert, die Cäsar Pinnau 1958–1964 nach den Vorbildern des Lever House von SOM und des Seagram Building von Mies van der Rohe erdacht und realisiert hat. Die Leistung der Architekten liegt darin, dass man die Fitness-Kur kaum sehen kann, der sie den Altbau unterzogen haben. Obwohl der Bestand auf den Rohbau zurückgebaut werden musste, dieser für die ebenfalls nicht spürbare Aufstockung ertüchtigt und zum Erhalt der alten Fassadengeometrie verkleinert werden musste, finden sich alle gestaltprägenden Ausbauelemente im Innern wieder, als wären sie nie zwischendurch sorgsam ausgebaut oder gesichert gewesen. Insbesondere der Erhalt des von Naturstein geprägten Foyers und die intelligente Fassadenkonzeption, die heutige Anforderungen erfüllt und das Haus dennoch wie früher aussehen lässt, sind hervorzuheben. Das Sanierungsprojekt zeigt größte Vorbildwirkung für den Umgang mit den Klassikern der Moderne.

1. Preis für die: Erweiterung der Unternehmenszentrale Gebr. Heinemann, Koreastraße 3, 20457 Hamburg-HafenCity
Bauaufgabe: Geschäftshausbau
Architekten: gmp · von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg
Bauherren: Handelsunternehmen Gebr. Heinemann SE & Co. KG, Hamburg

Jurybeurteilung: Als neuer Baustein ergänzt der Erweiterungsbau das Ensemble aus dem bestehenden, zum Unternehmenssitz der Gebr. Heinemann umgebauten Speichergebäude sowie dem Maritimen Museum. Der Neubau mit Tiefgarage, sechs Bürogeschossen und zwei Staffelgeschossen zeichnet sich besonders durch seinen Bezug zum Wasser aus: Als nördlicher Abschluss bildet die Außenwand zugleich das Hafenufer und überragt es um 42 Meter. Unmittelbar neben dem Heinemann-Speicher positioniert, fügt sich der Neubau mit seiner ortstypischen Fassade aus Backstein in sein Umfeld ein. Dabei stellt seine gestaffelte Kubatur mit Austritten, der geschosshohen Verglasung und den nach dem Windmühlen-Prinzip angeordneten Fensteröffnungen eine zeitgemäße Neuinterpretation der Speicherarchitektur dar. Die Erschließung erfolgt über einen fünfgeschossigen gläsernen Verbindungsbau. Die Büroflächen sind so um die innenliegende Mittelzone organisiert, dass die Arbeitsbereiche höchst flexibel unterteilbar sind.

1. Preis für die: Elbphilharmonie, Platz der Deutschen Einheit 1-5, 20457 Hamburg-HafenCity
Bauaufgabe: Neubau einer Philharmonie sowie weiterer Nutzungen auf einem historischen Kaispeicher
Architekten: Herzog & de Meuron, Basel, Schweiz
Bauherrin: Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien

Jurybeurteilung: Schon die Bewerkstelligung der riesenhaften Bauaufgabe als solche wäre preiswürdig: Die Architekten mussten, ausgehend von einem nicht notwendigerweise funktionsfördernden Baubestand, Konzertsäle mitsamt den dazugehörigen Proben-, Neben- und Erschließungsräumen, ein Hotel, einen Wohnbereich mit Eigentumswohnungen und ein Parkhaus in eine eindeutige architektonische Form bringen. Die Art und Weise, wie den Architekten dies gelungen ist, weist jedoch weit über die sinnvolle Allokation verschiedener Funktionen in einem Bauwerk hinaus. Das hybride Gebäude ist durch seine kammgekrönte monolithische Gestalt in der kurzen Zeit seines Bestehens zu einem architektonisch-städtebaulichen Symbol der Stadt Hamburg geworden. Die hochkomplexe Ordnung der Raumdisposition ermöglicht atemberaubende Perspektiven innerhalb des Gebäudes und zahlreiche panoramatische Ausblicke auf Stadt und Hafen. In fast jeder Situation wird die körperlich spürbare Raumqualität durch eine präzise Materialverwendung und durchdachte Details unter- stützt. Über die individuell erlebbare räumliche Erfahrung hinaus ist es den Architekten gelungen, mit einer aus der architektonischen Form und den dabei verwendeten Materialien entwickelten Ikonografie dem Gebäude eine lesbare Deutung zu verleihen: Seine Funktion als Spielort von Musik allergrößter Qualität ist zu einem philosophisch begründeten Ausgangspunkt für die Entwicklung seiner architektonischen Gestalt geworden. Mehr als der Zusammenfall von Funktion und Symbol ist der Architektur nicht möglich.

Der BDA/Hamburger Abendblatt Publikums Architektur Preis (1. Preis) geht an folgende Architekten und dessen Bauherrin für die Bebauung:
1. Preis für die: Elbphilharmonie, Platz der Deutschen Einheit 1-5, 20457 Hamburg-HafenCity
Bauaufgabe: Neubau einer Philharmonie sowie weiterer Nutzungen auf einem historischen Kaispeicher
Architekten: Herzog & de Meuron, Basel, Schweiz
Bauherrin: Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien


Das Siegerbauwerk wurde aus acht nominierten Bauten von den Lesern und Leserinnen der Tageszeitung Hamburger Abendblatt mit großem Abstand gewählt.

Der 2. Publikums Architektur Preis wird für das Bauwerk „Kita Bergstedt“ von BUB architekten bda_ Alexandra Bub, Hamburg und ihren Bauherren Kirchengemeindeverband der Kindertageseinrichtungen, Hamburg vergeben.

Den 3. Publikums Architektur Preis erhalten eins:eins architekten Hillenkamp & Roselius Partnerschaft mbB, Hamburg und ihre Bauherren Behrendt Gruppe GmbH & Co. KG, Hamburg für das Klimamodellquartier „Op’n Hainholt“.

Weitere Informationen unter: www.bda-architekturpreis.de

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