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Zukunftsperspektive

Integration aller Nutzungen ermöglicht den Erhalt der stadtbildprägenden Kirche in Dulsberg

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Konzept
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Übersichtsplan
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Erdgeschoss
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1. Obergeschoss
Die Frohbotschaftskirche am Straßburger Platz in Dulsberg wurde von Dryssen & Averhoff in den... mehr

Die Frohbotschaftskirche am Straßburger Platz in Dulsberg wurde von Dryssen & Averhoff in den Jahren 1935–37 als Saalkirche mit seitlichem Turm erbaut und bildete den städtebaulichen Orientierungspunkt für den Stadtteil. Der weithin sichtbare Kirchturm ist das traditionelle Symbol der Siedlung, die in den 1920er-Jahren nach Plänen von Fritz Schumacher entstanden war. Im benachbarten Gemeindehaus wurde die Gemeindearbeit geleistet und eine Kita betrieben. Die Kirche war bei ihrer Errichtung für 600 Besucher ausgelegt. Die Besucherzahlen sanken aber dramatisch, bis zuletzt nur noch rund 30 Personen die Gottesdienste besuchten. Dazu kamen gravierende bauliche Mängel. Die Gemeinde überlegte, die Kirche abzureißen, weil der Unterhalt nicht finanzierbar war. Gegen diesen Plan protestierten die Dulsberger, die den Bau erhalten wollten, selbst wenn sie nicht den Gottesdienst besuchten. Auch der Denkmalschutz widersprach.

Die dann von der Kirchengemeinde und der Stadt Hamburg beauftragte Machbarkeitsstudie ergab eine realistische Möglichkeit, das Kirchengebäude zu retten, wenn alle Nutzungen (Sakralraum, Kita, Gemeindearbeit) unter einem Dach vereint würden. Ein gemeinsamer Kraftakt vom Denkmalschutzamt, der Stadt Hamburg, der Bund-Länder-Förderung Städtebaulicher Denkmalschutz sowie der Kirchengemeinde und des evangelischen Kirchenkreises Hamburg-Ost ermöglichte schließlich diesen Umbau durch das Büro WRS Architekten und Stadtplaner.

Über einen neuen Zugang im Norden gelangt man in das zentrale, jetzt entkernte Kirchenschiff, in das zwei dreigeschossige Baukörper nahezu frei eingestellt wurden. Die beiden Kuben berühren es nur an wenigen notwendigen Punkten. Beide Einbauten verfügen über ein gemeinsames Treppenhaus und einen Aufzug, der über Brücken barrierefrei zugänglich ist. In den Kuben sind sowohl die Kita für rund 60 Kinder als auch das Gemeindezentrum untergebracht. Die Funktion des ehemaligen Sakralraums verbleibt im Chorbereich. Seine halbrunde Fassade ohne Öffnungen wurde in Absprache mit dem Denkmalschutzamt erhalten. Der Raum ist durch Falttrennwände bei Bedarf erweiterbar. Die Innenwände sind weiß gehalten, nur die Kubusstirnseiten sind mit horizontal geschichteten, goldgelben Filzstreifen belegt. Sie dienen der akustischen Dämmung, der Farbton bringt Wärme in das Gebäude.

www.wirsind.net

Fotos:

Jürgen Schmidt
www.juergen-schmidt-fotografie.de

(Erschienen in CUBE Hamburg 02|19)

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