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Zigarren im mittelpunkt

Von der Verwandlung eines hässlichen Entleins

Eine bestehende Büroetage am Mittelkanal in einem Hamburger Industriegebiet wurde von STLH... mehr

Eine bestehende Büroetage am Mittelkanal in einem Hamburger Industriegebiet wurde von STLH Architekten in Zusammenarbeit mit Oettinger Davidoff of Geneva aus Basel für den Zigarrenhersteller Davidoff zu einer modernen, hellen und repräsentativen Bürolandschaft ausgebaut. Dazu wurde die vorhandene Mieteinheit komplett entkernt. Von dem früher typischen Büroausbau mit an einem Mittelflur aufgereihten Einzelbüros mit abgehängten Decken blieb nur die statische Struktur der viereckigen Träger und Stützen aus Beton bestehen. Beim Ausbau der neuen Räumlichkeiten für die deutsche Tochtergesellschaft wurde besonderer Wert gelegt auf hochwertige Oberflächen, die der Corporate Identity von Davidoff, der traditionellen und berühmten Zigarrenmarke, entsprechen.

Entsprechend dem rauen Ort haben die Architekten der 480 m² großen Fläche zuerst mit einer klaren räumlichen Struktur einen weitläufigen, offenen Loft-Charakter verliehen. Die von ihnen verwandten Farben wie beige, braun und off-white und die warmen Materialien wie Holz und Leder entsprechen den globalen Gestaltungsrichtlinien für Davidoff-Showrooms und -Geschäfte und nehmen eindeutig Bezug auf das Produkt, um das es immer geht: Handwerklich hochwertige Zigarren.

Die zentrale Achse der Bürofläche ist mit einem hellen Vinylteppichboden belegt und lenkt den Blick auf extra angefertigte Holzmöbel im Stil der Roller-Tische, an denen auf den firmeneigenen Plantagen Zigarren gerollt werden und die als temporäre Arbeitsplätze dienen. Hier ist auch der Meeting Point und eine Service-Station angeordnet. Die Achse findet ihren inszenierten Abschluss in der Lounge mit einem mit kostbaren Zigarren gefüllten Humidor und dem Blick auf den Mittelkanal. Seitlich der Achse markiert der dunkelbraune Spachtelboden den Bereich für die Arbeitsplätze der Mitarbeiter und einen Besprechungsraum sowie eine Teeküche, die als weißer monolithischer Block eingestellt wurde. Nötige Trennwände wurden möglichst transparent in Glas ausgeführt, teilweise werden die Arbeitsplätze auch mittels Akustikvorhängen separiert. Auf eine übliche abgehängte Decke wurde bewusst verzichtet, die Rohdecke wurde wie die Stützen nur hell gestrichen und betonen zusammen mit den sichtbaren Leitungen an der Decke den industriellen Charakter der Räumlichkeiten. Zur Verbesserung der Raumakustik wurden Akustikpaneele eingesetzt, die an ausgewählten Stellen von der Decke abgehängt wurden.

www.stlh.de

Innenarchitekten: STLH Architekten www.stlh.de Fotos: Silke Schmidt mehr

Innenarchitekten:

STLH Architekten
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Fotos:

Silke Schmidt