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Erster IKEA CityStore

Die außergewöhnliche Fassadengestaltung entspricht dem untypischen Standort

Vier große gelbe Buchstaben auf blauem Untergrund – unverkennbar und unverwechselbar strahlt uns... mehr
Vier große gelbe Buchstaben auf blauem Untergrund – unverkennbar und unverwechselbar strahlt uns das Logo des schwedischen Möbelhauses meist in Gewerbegebieten außerhalb der Innenstadt an. Doch das hat sich geändert. Vor rund zwei Jahren wagte der schwedische Möbel-anbieter den Sprung in die City und eröffnete in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof und mitten in der Fußgängerzone in Hamburg-Altona das weltweit erste Innenstadthaus. „Hier in der Großen Bergstraße haben wir ideale Voraussetzungen für unseren ersten Citystore gefunden. Wir haben ein perfektes ÖPNV-Angebot direkt vor der Tür und werden mit einem maßgeschneiderten Lieferkonzept möglichst viele Besucher überzeugen, ohne Auto zu uns zu kommen“, erklärte Christian Mollerus, Einkaufschef des dritten Ikea Einrichtungshauses in Hamburg, kurz vor der Eröffnung.

So untypisch der Standort für Ikea ist, so untypisch ist auch die Gestaltung des Gebäudes. Mit einer außergewöhnlichen Farbgebung, die viel Weiß und ein dezentes Blau umfasst, setzt sich die Fassade deutlich von der Standardfassade ab und fügt sich so harmonisch in die städtische Umgebung ein. „Unser Auftrag war es, ein Fassadensystem zu entwickeln, das die Bedürfnisse der Kunden und der Bewohner gleichermaßen berücksichtigt“, erzählt Peter Dinse, Geschäftsführer von DFZ Architekten, die nach einem einstufigen Fassadenwettbewerb den Zuschlag erhielten. „Im Prinzip sollten also zwei konträre Ziele in einer Fassade vereint werden“. Das Grundthema des Fassadenentwurfs bildet ein Strichcode, der durch unterschiedlich dicht angeordnete, gekantete Metallpaneele definiert ist. Je nach Standpunkt zeigt sich das Gebäude farbig oder neutral. Hierfür wurden die Schmalseiten der ansonsten weißen Aluminiumblechfassade im Ikea-typischen Blau eingefärbt. Vom Altonaer Bahnhof kommend addieren sich die schmalen blauen Streifen in der Schrägansicht, so dass eine einheitliche blaue Farbfläche entsteht. Zur gegenüberliegenden Wohnbebauung hingegen zeigt sich das Gebäude in einem angenehm warmen Weißton. Auf diese Weise entsteht eine vielfältige und den jeweiligen Blickbezügen angepasste Farbwirkung.

„Mit der Untergliederung in einzelne Fassadenbänder sowie leichte Vor- und Rücksprünge werden die Proportionen der Umgebungsbebauung aufgenommen und das massive Bauvolumen in die heterogene städtebauliche Struktur eingefügt“, weist Johann Zurl, ebenfalls Geschäftsführer von DFZ Architekten, auf die harmonische Eingliederung des Gebäudes in die Stadt hin. „Eine gestalterische Besonderheit sind die leicht geneigten Flächen, die dafür sorgen, dass sich durch den unterschiedlichen Schattenwurf das Erscheinungsbild des Gebäudes im Laufe des Tages ändert.“

Die langgestreckten Fensterbänder treten an manchen Stellen hervor, so dass eine visuelle und räumliche Verknüpfung des Stadtraums mit den inneren Funktionen stattfindet. Der Haupteingang wird durch einen eingeschnittenen, gelb eingefärbten, verglasten Kubus gebildet, der in Richtung Altonaer Bahnhof ein weithin sichtbares Zeichen setzt. Neben Fassade und Standort weicht auch die Größe des Grundstücks von den anderen Ikea Bauten ab: Mit rund 10.000 m2 ist die Grundstücksfläche das bislang kleinste Grundstück, auf dem je ein Ikea Haus gebaut wurde. Ohne die Parkdecks, die Platz für 730 Autos bieten, beträgt die Bruttogeschossfläche insgesamt 40.000 m². Was sich von den anderen Ikea Einrichtungshäusern nicht unterscheidet, ist das umweltschonende Konzept, auf das Ikea an allen Standorten setzt.

www.dfz-architekten.de
Architekten Fassade: DFZ Architekten www.dfz-architekten.de Fotos: Hagen Stier... mehr

Architekten Fassade:

DFZ Architekten
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Fotos:

Hagen Stier
www.hagenstier.com