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Zeitgenössisches Arbeitsplatzkonzept

Für das neue Domizil des Verlags der Autoren

Das erste Mal seit seiner Gründung 1969 hat der Verlag der Autoren ein eigenes Domizil bezogen.... mehr
Das erste Mal seit seiner Gründung 1969 hat der Verlag der Autoren ein eigenes Domizil bezogen. Mit seinem Fokus auf Film und Theater sieht sich der Verlag mit seinen Publikationen auch als Seismograf akuter Strömungen in der Gesellschaft. Entsprechend dieses Anspruchs hat die Architektin Marie-Theres Deutsch in dem 1906 erbauten denkmalgeschützten Haus ein zeitgemäßes Raum- und Arbeitsplatzkonzept umgesetzt. Für Teamarbeit und spontane Kommunikation wurde ebenso Freiraum geschaffen wie für konzentriertes Lesen und Lektorieren. Obwohl man sich für ein „kollektives“ Arbeitskonzept im Großraum entschied, gelingt durch raffinierte Zonierung eine elegante Integration von Abschirmung und Rückzug, wie Theater- und Medienleute sie nun einmal brauchen.

Die größte Herausforderung lag für die Architektin Marie-Theres Deutsch in der Inszenierung des imposanten 350 m2 großen, 30 m langen Raums. Lediglich durch Fenster zum seitlich gelegenen Innenhof erhält der lange, schmale Raum Tageslicht. In der stärksten Dunkelzone wurde das Archiv mit den Publikationen plaziert, wichtige Dokumente präsentieren sich in ausgeleuchteten Vi­trinen. Die 13 Arbeitsplätze dagegen orientieren sich zum Tageslicht hin. Ein orchestrierbares Zu­sammenspiel zwischen atmosphärischer Beleuchtung und Arbeitslampen zaubert zusätzlich Lichtstimmung je nach Bedarf. Die fließende Verbindung der Arbeitsboxen zum Mittelgang bleibt gewahrt durch niedrige Brüstungen und rahmenlose Glaswände, die den ungestörten Blick nach „draußen“ ermöglichen.
Eine lichtere Optik wurde durch die großzügige Verwendung von weißen Boden- und Oberflächen erreicht. Die Einbauten und Regale beschränken sich auf 2,50  m Höhe, so dass der Großraum sichtbar bleibt. Um den sich an der 3,40  m hohen Kappendecke in alle Richtungen ausbreitenden Schall abzufangen, setzte man über den Schreibtischen großflächige, dimmbare Akustiklampen sowie Akustikoberflächen als Wandelemente ein. Zum späteren Zeitpunkt sind zustätzlich noch Deckensegel geplant.

Der Raum erstreckt sich nun als langer, lichter Gang, an dem entlang sich rechts und links klar getrennte Arbeitsboxen sowie vor- und zurückspringende Regalnischen reihen. Ein abgegrenzter Raum ist der 40 m2 große, komplett schallgeschützte Konferenzraum mit alten Türen und hohen Fenstern. Die strenge Ausstrahlung des neuen Verlagsdomizils ist gewollt: Umso mehr Präsenz gewinnen die hier wirkenden Menschen und Ideen. Autoren schauen auf der Durchreise – die Verlagsetage liegt nur einen Steinwurf vom Hauptbahnhof in der Taunusstraße – gerne vorbei. Als ein Ort fürs informelle Zusammensein ist auf einem Plateau, das in der Morgensonne liegt, die Küche entstanden.

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Barbara Staubach
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