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Neuer Treffpunkt im alten Spital

Aufwendige Restaurierung lässt Gebäude neu erstrahlen

Mit dem Wunsch, aus dem alten Spital einen neuen transparenten, offenen Treffpunkt für Jung und... mehr
Mit dem Wunsch, aus dem alten Spital einen neuen transparenten, offenen Treffpunkt für Jung und Alt zu machen, beauftragte der Bauherr die Architektin Tanja Maul mit der Gestaltung des Innenraums. Das gestalterische Hauptanliegen lag hierbei im respektvollen Umgang mit der historischen, 125 Jahre alten Bausubstanz. Es sollte trotz der enormen Größe und Weitläufigkeit der Halle eine einladende Atmosphäre entstehen.

Den unterschiedlichen Ansprüchen des Bauherrn konnte entsprochen werden, indem eine klare Trennung von historischer Bausubstanz und neuen Elementen geschaffen wurde. Mit Ausnahme der neuen, immateriell wirkenden Verglasung bleibt das historische Gemäuer vollkommen unberührt. Alle Einbauten sind frei eingestellt und mit kontrastreichen Oberflächen versehen, so dass eine respektvolle „Distanz“ entsteht. Zudem unterteilen zwei Podeste die 261 m2 große Grundfläche des Restaurants in vier unterschiedlich gestaltete Zonen. Zwischen den beiden Podesten ist in der Mitte der Halle eine kleine Lounge angeordnet, die tagsüber einlädt, bei einem guten Buch oder Gespräch zu entspannen.
Leitidee des Entwurfs war es, einen Ort zu schaffen, der – wie es auch im alten Spital der Fall war – sowohl den Ausgeh- und Musikinteressierten als auch den Designorientierten und den kulinarisch Interessierten anspricht.

In Sachen Material kam eine lockere Melange aus den verschiedenen Zeitepochen zum Einsatz, die gleichsam als Zitate der vergangenen 200 Jahre zu sehen sind. So finden sich unterhalb der modernen Stühle Repliken historischer Fliesen als Boden- sowie als Oberflächenbelag an der Theke. Bar und Küche des Restaurants sind zu einem Funktionsblock zusammengefasst und am Kopfende des lang gestreckten Raumes angeordnet.
Die Außenhaut des frei in den Raum gestellten Küchenkubus setzt sich aus klar lackierten Seekiefersperrholzplatten zusammen. Diese sind sorgfältig zu unterschiedlich großen Quadratformaten zugeschnitten, deren Kanten gefasst und als Fliesen an die Außenhaut gebracht sind. Auf diese Weise wird der samtige Schimmer des Holzes betont, durch die neue Durch­mischung der Maserung inszeniert und aus ihrer ursprünglichen Funktion als Bauholz entführt. Um den imposanten Raumeindruck der Halle zu bewahren und zugleich Gemütlichkeit zu schaffen, wurde in Zusammenarbeit mit dem Lichtdesigner Raffaele De Mucci ein aufwendiges Lichtkonzept entwickelt. Unter anderem reichen über 150 sonderangefertigte Leuchten in einem bestimmten Raster, in unterschiedlicher Höhe von einem abgehängten Deckensegel in den Raum und beleuchten die einzelnen Bereiche wie Küche, Bar, Restaurant und Lounge.

www.tanjamaul.de
Architektur Tanja Maul www.tanjamaul.de Fotos Julien Grawitter http://... mehr

Architektur

Tanja Maul
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Fotos

Julien Grawitter
http://www.grawitter.com/ Roger Richter
www.roger-richter-photography.de